Musikverein Tannhausen bietet tolle Blasmusik

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Der Musikverein Tannhausen hat aktiv musizierende Mitglieder, D2-Prüflinge sowie das neuen Ehrenmitglied Alois Raaf (Vierter von (Foto: Blauhut)

Die Freunde der guten Blasmusik kamen am Samstagabend in der prächtig geschmückten Tannhausener Gemeindehalle beim krönenden Jahreskonzert des 1967 gegründeten Musikvereins Tannhausen voll auf ihre Kosten. Das Jugendblasorchester Tannhausen/Stödtlen sowie die beiden in Bestbesetzung auftretenden Trachtenkapelle Pfahlheim und Schwabenlandkapelle Tannhausen verwöhnten die vielen Gäste. Klaus Joas, der 1. Vorsitzende des MV Tannhausen, versprach ein buntes musikalisches Feuerwerk und konnte nach dem mehrstündigen Programm sein Versprechen einlösen.

Seit dem Frühjahr 2010 besteht das gemeinsame Jugendblasorchester der Musikvereine Tannhausen und Stödtlen. Drei Jahre, bis Ende 2012, leitete Alexander Wolf die Truppe und legte den Grundstein für die Jugendkapelle, die danach ein Jahr lang von Michael Seckler, dem seit elf Jahren amtierenden Dirigenten der Schwabenlandkapelle Tannhausen, kommissarisch geleitet und fortgebildet wurde. Michael Seckler dirigierte auch die beiden von Ulrich Sachs vorgestellten und anspruchsvollen Stücke „The Great Locomotive Chase“ und „Midnight Dancer“, um dann beim bezaubernden „Nessaja“ aus Tabaluga von Peter Maffay den Stab an den 26-jährigen Ulrich Sachs zu übergeben, der gerade seine D 3-Prüfung in Neresheim mit Erfolg abgeschlossen hat. Er wird im kommenden Jahr in Ochsenhausen beim Blasmusikverband den C1-Lehrgang absolvieren. Die Zugabe mit dem „Baby Elephant Walk“ von Henry Mancini erhielt großen Beifall und leitete über zum Auftritt der in Topform antretenden Gäste der befreundeten und von Bernd Essig dirigierten Trachtenkapelle des Musikvereins Pfahlheim.

Deren Vorsitzender Florian Maierhöfer lud die Zuhörer zu einer Reise um den Globus ein und stellte in Ann-Katrin Frei eine Moderatorin vor, die ihr Handwerk bestens verstand und nach dem „Fasten Seatbelts“ gleich eine zweifache Premiere verkündete. Zum ersten Mal ließen Florian und sein Bruder Thomas Maierhöfer beim Stück „Begegnung“ die beiden von Papa Josef Maierhöfer ausgeliehenen Alphörner im Zusammenspiel mit der Trachtenkapelle und erstmals in Tannhausen erklingen. „Pacific Dreams“ vermittelte einen Eindruck einer ruhigen Segelfahrt nach Australien. Beim feurigen „Czardas“ verzauberte Timo mit seinem Klarinettensolo. Besinnlicher wurde es beim „The Witch and the Saint“ von Steven Reineke. Die geforderte Zugabe wurde mit dem Marsch „Neue Welt“ gebracht.

Michael Seckler startete mit seiner Schwabenlandkapelle „Mit vollen Segeln“, um danach die Höhepunkte aus dem Musical „Das Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber in Oberstufenform anzubieten. Die fünf Posaunisten Stefan, Elia, Rolf, Josef und Reinhold boten danach ein Meisterstück bei ihrer „Trombone Show“ und leiteten über zum Stück „Lichtblicke“ von Kurt Gäble. Der Glenn-Mille- Tophit „Chattanooga Choo Choo“ war die Vorlage für Udo Lindenbergs „Sonderzug nach Pankow“. Als Zugabe präsentierte Seckler den lustigen Marsch „Il Presidente“, um dann zusammen mit der Trachtenkapelle unter der Leitung von Bernd Essig mit „Die Sonne geht auf“ und unter seiner Leitung mit der „Steeephans-Polka“ ein krönendes Sahnehäubchen zu setzen.

Ehrungen: Bernhard Winter, der Vorsitzende des Blasmusikverbandes Ostalb, lobte zu Beginn seiner Ehrungen den Stand in der Ausbildung des gemeinsamen Jugendblasorchesters Tannhausen/Stödtlen. Dieses Niveau spiegelt sich auch in dem erfolgreichen Abschluss der D2-Lehrgänge von Selina Joas, Lorena Lux, Selina Lux, Alisha Raaf, Mareike Rathgeb, Selina Malon und Larissa Wettemann wider. Ulrich Sachs absolvierte mit Bravour den D3-Lehrgang und Simone Bahle, Sandra Grimmeisen, Steffen Spegel und Cornelia Wolf wurden für ihr 20-jähriges aktives Musizieren geehrt. Alois Raaf war 28 Jahre lang aktiver Musiker, dann Mitglied des Ausschusses und anschließend förderndes Mitglied. Der Musikverein Tannhausen ernannte ihn zum Ehrenmitglied.

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