Akkordeongruppe verzaubert Tannhausen

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 Das Stammorchester der Akkordeongruppe Tannhausen mit dem Solisten Maximilian Zwerger zündete ein Feuerwerk auf der Bühne.
Das Stammorchester der Akkordeongruppe Tannhausen mit dem Solisten Maximilian Zwerger zündete ein Feuerwerk auf der Bühne. (Foto: Blauhut)
Horst Blauhut

Unter dem Motto „Der musikalische Wandel der Jahreszeiten“ hat das Jahreskonzert der Akkordeongruppe Tannhausen gestanden. Darauf ist auch die Dekoration im Saal abgestimmt gewesen: Die Blumenarrangements im Saal spiegelten die vier Jahreszeiten ebenfalls wider.

Würdevoller als mit der Ode „An die Freude“ von Friedrich Schiller, von Ludwig van Beethoven in seiner neunten Sinfonie vertont und arrangiert von Martin Kopf, hätte Andreas Wiedmann sein zehntes Jahreskonzert bei der Akkordeongruppe Tannhausen nicht beginnen können. Stefan Prügel, seit Jahren Schlagzeuger der Akkordeongruppe und seit einem Jahr Vorsitzender des Vereins, begrüßte die Gäste, unter ihnen die Nordhäuser Goißlschnalzer, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feierten.

Stefan Prügel war stolz darauf, als Gastspieler wieder Elias Meyer und Lucas Schmid als Schlagzeuger, Mona Weingart (Klavier), Thomas Müller (Akkordeon) und Heinz Schmid (Bass) sowie Marcus Meyer als Moderator begrüßen zu können. Der stellte wiederum die acht jüngsten Mitglieder des Schülerorchesters einzeln vor, die beim Honigbienenlied mit der Melodie „summ, summ, summ …“, ihr Können unter Beweis stellten.

Das Hauptorchester ließ mit Georg Friedrich Händel gleich den nächsten Klassiker folgen. Die Akkordeongruppe nahm dessen 1749 uraufgeführte „Feuerwerksmusik“ buchstäblich wörtlich – beim Feuerwerk, das vor der Bühne abgefeuert wurde. Beeindruckend auch das folgende Stück „Panomera“ von Tobias Dalhof, bei dem die Situationen einer Küstenlandschaft dargestellt werden. Für Stefan Prügel war dies der richtige Anlass, Andreas Wiedmann für sein vorbildlich einstudiertes zehntes Jahreskonzert seit 2010 zu danken und ihm eine Urkunde zu überreichen.

Ein Riesenlob erhielten auch die sieben Mitglieder der Nordhäuser Goißlschnalzer, die im Saal verteilt auf den Tischen standen, begleitet von den drei Akkordeonspielern Christine Ciuffreda, Barbara Kirchenbaur und Martin Schneider, die mit „Ohne Musi“ von den Schürzenjägern starteten, mit der Granaten-Polka und dem Trompetenecho die Stimmung im Saal aufheizten und bei der Zugabe von den Gästen im Saal rhythmisch unterstützt wurden.

Walzerklänge lassen vom Frühling träumen

Mit dem traumhaft schönen Frühlingsstimmen-Walzer des Walzerkönigs Johann Strauß startete das Hauptorchester der Akkordeongruppe nach der Pause den Wandel der Jahreszeiten. Maximilian Zwerger, im Sommer noch aktiv beim Musical „West Side Story“ im Heidenheimer Naturtheater, zeigte danach beim Bryan Adams-Hit „Summer of 69“ aus dem Jahr 1984 sein gesangliches Können. Eine Zugabe war obligatorisch. Der Übergang vom Winter mit der zauberhaften Petersburger Schlittenfahrt zu einem Sommerparty-Mix der drei Oldies „Ein Bett im Kornfeld“ von Jürgen Drews, „Pack die Badehose ein““ von Conny Froboess und dem knallroten Gummiboot von Wencke Myrhe war ebenso gelungen wie die Melodienfolgen für den Herbst, wobei Andreas Wiedmann fünf Hits von Ernst Mosch, dem Capo di tutti capi der Blasmusik, selbst arrangierte. Die Gäste im Saal gingen voll mit.

Stefan Prügel setzte dann als Solist bei der Löffelpolka das Sahnehäubchen. Er dankte allen Mitwirkenden für die tolle Unterstützung und für ihr Engagement, ehe das Hauptorchester gemeinsam mit seinen jüngsten Spielern zum Advent mit den drei Liedern „Lasst uns froh und munter sein“, „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ und „Leise rieselt der Schnee“ nicht nur die Gäste zum Mitsingen einlud, sondern auch stimmungsvoll ein gelungenes Jahreskonzert abschloss.

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