„TheaterKultur“ wird in Stödtlen aus der Taufe gehoben

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Das Theaterspiel in Stödtlen kommt jetzt unter das Dach eines eigenen Vereins. Dieser soll den Namen „TheaterKultur“ tragen. Die Gründungsversammlung ist am kommenden Samstag, 14. April, um 20 Uhr im Gasthaus Pfauengarten in Gaxhardt.

Das Theaterspiel hat in Stödtlen eine jahrzehntelange Tradition. Bis in die 70er Jahre wurden die Theaterbegeisterten im Gasthaus Rössle hauptsächlich mit volkstümlichen Stücken unterhalten. Dann gab es eine kleine Pause. Ende der 80er Jahre lebte das Theaterspiel in der alten Festhalle in Stödtlen wieder auf. Aber dort waren die Bedingungen schwierig, denn es gab keine Bühne. Außerdem war es kompliziert, die Termine für Theater, Sport und andere Veranstaltungen in der Halle unter einen Hut zu bringen. Verantwortlich fürs Theater waren damals im jährlichen Wechsel der Musikverein, der Sportverein und der Freizeitclub. Gespielt wurde Volkstümliches, Boulevardstücke, aber auch Klassiker.

Das alles ist in den vergangenen Jahren etwas eingeschlafen. Die Vereine taten sich schwer damit, die eigene Vereinsarbeit und das Theaterspiel organisatorisch zu bewältigen.

Liashalle bietet gute Bedingungen

Die neu gebaute Liashalle mit moderner Bühne und zeitgemäßer Technik brachte den Stein wieder ins Rollen. Es gründete sich eine Initiativgruppe um Hilde Wittemann und Bernd Weber. Sie wollten das Theaterspiel in Stödtlen wiederbeleben und am Leben erhalten. Denn sie fühlten sich der jahrzehntelangen Tradition verpflichtet.

Im Herbst 2016 folgten zwei Treffen, bei denen bis zu 25 Interessierte dabei waren. Alle waren von der Arbeit rund ums Theaterspiel begeistert, egal ob auf der Bühne, bei der Bühnengestaltung oder hinter den Kulissen. Dabei waren auch Vertreter des Musikvereins, des Sportvereins und des Freizeitclubs, die bisher dafür verantwortlich zeichneten. „Man hat gespürt, dass großes Interesse besteht“, erzählt Bernd Weber im Gespräch der „Ipf- und Jagst-Zeitung“. Alle seien sich darin einig gewesen, dass die Tradition unter das Dach eines neu zu gründeten Vereins kommen müsse, um sie dauerhaft am Leben zu erhalten.

Der neu zu gründende Verein hat auch schon Ziele, die in drei Punkten zusammengefasst werden können: Erstens sollen der Bevölkerung kulturelle Veranstaltungen geboten werden. Dazu gehört nicht nur das Theaterspiel, sondern zum Beispiel auch Selbstgemachtes aus dem Dorf wie ein Poetry-Slam oder Musiktheater. Zweitens sollen die Menschen die Möglichkeit bekommen, sich zu präsentieren – egal in welcher kulturellen Richtung. Drittens will der Verein Angebote machen, bei denen man sich ausprobieren und seine darstellerische Begabung einem breiten Publikum zeigen kann.

Das Repertoire soll eher in der leichten Muse angesiedelt sein. „Bodenständig und gut“, bringt es Bernd Weber auf den Punkt. „Wir wollen niemand überfrachten. Spieler und Publikum, aber auch Kunst und Kommerz sollen unter einen Hut gebracht werden. Alle müssen zufrieden sein“, sagt Weber. Bereits im Herbst will der neue Verein auf die Bühne und sich mit einem bunten Theaterabend präsentieren. „Aber damit sind wir erst in Planung“, schmunzelt Bernd Weber.

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