Stödtlen will schnelles Internet für alle

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Stödtlen will schnelles Internet für alle
Stödtlen will schnelles Internet für alle (Foto: afi)

Das Interesse an schnellem Internet ist in Stödtlen riesengroß. Im proppenvollen Bürgersaal des Rathauses haben Judith Merz und Stefan Wolfsteiner von der Firma NetCom BW die Planung vorgestellt.

Los geht es mit dem schnellen Internet in Strambach, Regelsweiler, Gaxhardt, Maxenhof, Winterhof, Kaltenwag, Schnepfenhof und Schnepfenmühle und im Gewerbegebiet Lachfeld. Dieser Bereich, zusammengefasst als Breitbanderschließung Nord steht mit 1,3 Millionen Euro im Haushaltsplan.

Stödtlen will das schnelle Internet vorantreiben und arbeitet dafür mit der Firma NetCom BW (eine Tochter der EnBW) zusammen.Andere Anbieter haben wohl kein Interesse, aufs flache Land zu investieren. Bürgermeister Ralf Leinberger sagte, die Gemeinde sei bestrebt, die am schlechtesten versorgten Orte mit Breitband zu erschließen. Jede Möglichkeit – wie bei der Sanierung der Straße zwischen Gerau und Birkenzell oder anderen Tiefbauarbeiten – werde genutzt, Leerrohre in den Boden zu bringen, in die dann nur noch das Glasfaser eingeblasen werden müsse. Besitzer des Glasfasernetzes ist zum einen der Ostalbkreis, ihm gehört die überörtliche Backbone-Leitung, und zum anderen die Gemeinde, der das Netz im Ort gehört. Für die Nutzung zahlt die NetCom Pacht. Bis sich aber der Aufwand fürs Glasfasernetz durch die Pachteinnahmen amortisiere, vergingen viele, viele Jahre, sagte Leinberger.

Judith Merz und Stefan Wolfsteiner von NetCom BW beschrieben, wie über Knotenpunkte ans bestehende Netz der Telekom herangefahren wird, welche Möglichkeiten ein Hausanschluss mit Glasfaser bietet und sagten, dass zwischen August und September mit der Inbetriebnahme zu rechnen sei. Dann kann der Nutzer je nach Vertragsabschluss mit einer Bandbreite zwischen 16 000 und 100 000 Mbit im Internet surfen.

Der Fokus der Fragen lag im Wesentlichen auf den Kündigungsfristen beim seitherigen Anbieter Telekom. Ein Zuhörer wünschte sich seitens der NetCom BW ein Entgegenkommen, wenn man zum Beispiel bei der Telekom noch nicht aus dem Vertrag käme, man aber gleichzeitig schnelles Internet samt Telefonie über die NetCom BW haben möchte, somit also zwei Verträge hätte und diese auch bezahlen müsse. Dies will die Firma NetCom BW überdenken. Gefragt wurde, ob ein bereits vorhandener Router auch weiterhin verwendet werden kann. „Wir verwenden die Fritzbox 7290“, sagte Merz, denn mit dieser könne sich die Firma bei Störungen auf den einzelnen Kunden aufschalten. Hat der Kunde einen anderen Router, gehe das nicht.

Das kostet es

Breitband Stödtlen Nord: 1,3 Millionen Euro.

Breitband Stödtlen Ost: geschätzt ebenfalls 1,3 Millionen Euro – Ende Juni ausgeschrieben

Breitband Stödtlen Süd: Kosten stehen noch nicht fest Die Vorplanungen laufen, damit der Zuschussantrag gestellt werden kann.

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