In Stödteln wird Abwasser billiger

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 Trinkwasser wird in Stödtlen minimal teurer, dafür wird Abwasser billiger.
Trinkwasser wird in Stödtlen minimal teurer, dafür wird Abwasser billiger. (Foto: Patrick Pleul / dpa)
Jürgen Blankenhorn

Bei der Klausur des Stödtlener Gemeinderats hat Kämmerer Marco Guse das Gremium über die Neukalkulation der Wasser- und Abwassergebühren für die Jahre 2020 und 2021 informiert. Insgesamt werden die Bürger etwas entlastet.

Die Schmutzwassergebühren sinken um 10 Cent von 3,13 Euro auf 3,03 Euro pro Kubikmeter. Inklusive des Klärbeitragsanteils reduzieren sich diese für die Ortsteile Gaxhardt, Strambach, Dambach, Eck am Berg, Kaltenwag, Maxenhof, Stillau und Gerau ebenfalls um 10 Cent von 3,31 Euro auf 3,21 Euro pro Kubikmeter. Guse begründet diese Senkung mit der Tatsache, dass bei der letzten Gebührenkalkulation 2018 / 2019 noch eine Unterdeckung von 16 000 Euro aus den Vorjahren ausgeglichen werden musste.

Dagegen profitiere die aktuelle Kalkulation von einer geringen Überdeckung von 600 Euro. Zudem seien für 2020 / 2021 auch viele Anlagengüter vollständig abgeschrieben, was sich ebenfalls positiv auf die Gebühren auswirke. In der Kalkulation ist der von der Gemeinde Stödtlen zu leistende Baukostenzuschuss für die neue Zentralkläranlage in Mönchsroth ebenfalls berücksichtigt.

Die Niederschlagswassergebühr beträgt im neuen Jahr 0,3119 Euro pro Quadratmeter versiegelter und abflussrelevanter Fläche. Die Räte billigten die Kalkulation und stimmten der Gebührensenkung zu.

Während die Abwassergebühren leicht sinken, wird der Wasserzins ein wenig angehoben. Der Wasserpreis steigt um einen Cent pro Kubikmeter auf 2,34 Euro. Und das, obwohl die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Rieswasserversorgung einer Erhöhung des Wasserbezugspreises für 2020 um zehn Cent je Kubikmeter beziehungsweise acht Cent je Kubikmeter für begünstigten Bereiche zustimmte.

Für die Ortsteile Regelsweiler mit Winterhof, Maxenhof, Kaltenwag und Gaxhardt erhöht sich der Preis analog auf 1,94 Euro pro Kubikmeter. Die Zählergebühr erhöht sich um sechs Cent auf jetzt 1,08 Euro pro Monat. Auch hier führe eine geringere Unterdeckung (15 800 Euro zu 9600 Euro) sowie die erfolgte Abschreibung einiger Anlagegüter zu der Gebührenentwicklung.

Die Erhöhung der Zählergebühren liegt im erhöhten Zeitaufwand beim Austausch begründet. Auch hier billigten die Räte die beiliegende Kalkulation und stimmten den neuen Gebühren zu. Die Entscheidung erfolgte ebenfalls einstimmig.

Zuletzt beschloss der Rat, Andreas Geiß als Vertreter in den gemeinsamen Gutachterausschuss zu entsenden. Der Beschlussvorschlag ,den gemeindlichen Gutachterausschuss zum Jahresende aufzuheben, wurde angenommen.

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