Stimpfacher Lourdesgrotte ist jetzt „gewidmeter Trauraum“

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Die Lourdesgrotte bei Stimpfach.
Die Lourdesgrotte bei Stimpfach. (Foto: Rimkus)
Schwäbische Zeitung

Die Lourdesgrotte in Stimpfach am Ausläufer des Hörlesberges ist am Montagabend Thema im Stimpfacher Gemeinderat gewesen.

Bei der Grotte hatten sich in den vergangenen Jahren wiederholt Paare das Ja-Wort gegeben. Durch ihre Lage kann hier ebenso wie im Stimpfacher Rathaus eine ungestörte Trauzeremonie gewährleistet werden. Die Kirchengemeinde hatte den Trauungen bei der Grotte stets zugestimmt.

Gleichwohl war jetzt ein kleines Problem aufgetaucht. Denn: Standesamtliche Trauungen dürfen in einer Gemeinde eigentlich nur in dafür eigens „gewidmeten“ Räumen stattfinden. Im Zuge einer gerade stattgefundenen Prüfung des Standesamtes war aufgefallen, dass die Mariengrotte von der Verwaltung zwar als Traubereich gewidmet worden war, diese Widmung aber noch nicht formal bekannt gegeben worden ist. Das sei jetzt nachgeholt worden, gab Bürgermeister Matthias Strobel in der Gemeinderatssitzung bekannt. Damit verfüge die Gemeinde Stimpfach jetzt ganz offiziell über drei Trauräume beziehungsweise Traubereiche. Den alten Sitzungssaal im Rathaus, das Bürgerhaus und die Mariengrotte in Stimpfach.

Wer sich bei der Grotte trauen lassen möchte, muss dafür allerdings tiefer in die Tasche greifen. Für den erhöhten Aufwand wird eine extra Gebühr von 250 Euro fällig. Darüber hinaus sei es laut Bürgermeister Strobel „ausdrücklicher Wunsch“ der Kirchengemeinde, dass die Grotte nicht zu exzessiv als Hochzeitslocation genutzt wird. Bei dem Gebetsort werden noch regelmäßig Maiandachten zu Ehren der Mutter Gottes gefeiert.

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