Oberligaturner unterliegen in Crailsheim

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 Eine Niederlage kassierte die TG Wangen/Eisenharz II gegen den KTV Hohenlohe.
Eine Niederlage kassierte die TG Wangen/Eisenharz II gegen den KTV Hohenlohe. (Foto: Archiv: Susi Weber)
Schwäbische Zeitung

Die Turner der TG Wangen/Eisenharz II haben bei der KTV Hohenlohe II verloren. Im Voraus wurde dieser Wettkampf als einer der wichtigsten im Kampf um den Klassenerhalt angesehen, da sich beide Mannschaften anhand der bisherigen Ergebnisse ungefähr auf Augenhöhe bewegten. Die TG-Kunstturner waren guten Mutes, am Ende gab es aber eine 24:59-Niederlage.

In Crailsheim mussten die Wangener feststellen, dass sich der Kader der KTV etwas verändert hatte. So war in Philipp Schmidt ein erfahrener Turner aus der Drittligamannschaft der KTV für den verletzten Michael Hemming ins Team gerückt. Die TG war durch Krankheiten und diversen Blessuren etwas geschwächt.

Am Boden hatten die Allgäuer direkt zu schlucken. Die TG zeigte drei fehlerfreie Übungen, lediglich Stefan Merath stürzte beim Abgang. Durch sehr saubere Übungen und eine Bestwertung von Philipp Schmidt gewann die KTV dieses Gerät aber mit 11:2 Scorepunkten. Am Pauschenpferd, wo die TG Wangen/Eisenharz wahrscheinlich eins der stärksten Teams der Oberliga ist, lief es auch nicht wie geplant. Drei der vier Allgäuer hatten Probleme mit ihrer Übung. Moritz Mittmann glich seinen Wackler jedoch durch seinen hohen Ausgangswert aus und holte fünf Punkte. Auch Pascal Schober zeigte eine schwierige Übung mit neuem Abgang und sicherte der TG vier Punkte. Wangen gewann das Gerät mit 9:8. An den Ringen waren die Allgäuer überlegen. Jakob Teiber und Stefan Merath stachen mit ihren guten Wertungen heraus und gewannen das Gerät mit 8:1.

Der Sprung stellt dieses Jahr ein bisschen die Achillesferse der TG dar. Der gestreckte Tsukahara ist in der Oberliga der Sprung, der benötigt wird, um Punkte zu machen. Schober zeigte diesen Sprung zum ersten Mal im Wettkampf, in den kommenden Wettkämpfen können die Allgäuer immerhin drei dieser Sprünge zeigen. Gegen die KTV Hohenlohe verlor Wangen den Sprung jedoch mit 3:13. Am Barren ist die TG Wangen/Eisenharz eigentlich vor allem mit hochwertigen C-Abgängen erfolgreich. Diese funktionierten in Crailsheim aber teilweise nicht. Nur ein TG-Turner punktete, der Barren ging mit 11:2 Punkten an die KTV Hohenlohe. Am Reck, neben dem Sprung eines der schlechteren Geräte der TG, zeigte Stefan Merath eine gute Übung und erreichte die höchste Wertung der TG. Auch Julian von Kirn zeigte eine flüssige Übung. Nichtsdestotrotz konnte hier kein Stich gelandet werden, da die Gegner mit wenigen Abzügen punkteten.

Insgesamt gewann die KTV Hohenlohe aufgrund der großen Anzahl der Fehler durch die TG Wangen/Eisenharz verdient mit 59:24 Punkten. Immerhin brachten die Gäste zumindest vier Gerätepunkte mit zurück ins Allgäu, was in der Rückrunde noch einen Vorteil darstellen könnte. Den Klassenerhalt haben die Allgäuer noch nicht abgeschrieben.

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