Geflügelpest bricht im Hohenlohekreis aus – Sperrbezirk rund um Seuchenbetrieb

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 In einem Geflügelbetrieb im Hohenlohekreis ist die Geflügelpest ausgebrochen. Das hat auch Auswirkungen auf Betriebe im Landkre
In einem Geflügelbetrieb im Hohenlohekreis ist die Geflügelpest ausgebrochen. Das hat auch Auswirkungen auf Betriebe im Landkreis Schwäbisch Hall. (Foto: Wulf Pfeiffer / DPA)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

In der Gemeinde Bretzfeld im Hohenlohekreis wurde der Ausbruch der Geflügelpest (H5N8) in einem kleinen Geflügelbetrieb bei Hühnern amtlich festgestellt. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben in der Geflügelpestverordnung muss in solchen Fällen ein Sperrbezirk mit drei Kilometer Radius und ein Beobachtungsgebiet mit zehn Kilometer Radius um den Seuchenbetrieb eingerichtet werden.

Die Mainhardter Ortsteiler Ammertsweiler und Geißelhardt (Landkreis Schwäbisch Hall) liegen im zehn Kilometer Radius und damit im Beobachtungsgebiet. „Im Gebiet des Landkreises Schwäbisch Hall sind davon 28 kleinere Geflügelbetriebe betroffen“, schreibt das Landratsamt in einer Presseinformation.

Geflügelbetriebe müssen einige Auflagen beachten

Die Geflügelbetriebe in dem Beobachtungsgebiet unterliegen verschiedenen Auflagen: So müssen Geflügelhalter im Beobachtungsgebiet beispielsweise dem Veterinäramt die Anzahl der gehaltenen Vögel mit Standort melden, gleiches gilt für verendete Vögel.

Die Geflügelhalter müssen ferner die Ställe gegen unbefugten Zutritt sichern sowie Schutzkleidung beim Betreten der Stallungen tragen, verschiedene Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen durchführen sowie weitere Biosicherheitsmaßnahmen beachten.

Nachdem eine große Gefahr der Ansteckung von Wildvögeln ausgeht, sind die Geflügelhalter im Beobachtungsgebiet angehalten, das Geflügel in einem Stall oder in einer ähnlichen Vorrichtung unterzubringen, die einen vergleichbaren Schutz gegen Wildvögel bietet.

„Das Veterinäramt des Landratsamtes Schwäbisch Hall empfiehlt den übrigen Geflügelhaltern im Landkreis aus Sicherheitsgründen ihr Geflügel ebenfalls aufzustallen oder in eine den gleichen Schutz bietende Vorrichtung zu bringen“, schreibt das Amt in der Pressemitteilung weiter.

Unabhängig vom Standort der Geflügelhaltung im Landkreis sind die Geflügelhalter gehalten, bei einem verdächtigen Krankheitsgeschehen in ihrem Bestand wie erhöhte Sterberaten oder Veränderungen bei der Legeleistung, rasch einen Tierarzt hinzuzuziehen und großen Wert auf Biosicherheitsmaßnahmen, also all diejenigen Maßnahmen zu legen, die dabei helfen, dass keine Krankheitserreger in oder aus dem Bestand gelangen.

Geflügel im Ausbruchsbestand wurde getötet

Das Geflügel im Ausbruchsbestand im Hohenlohekreis wurde zwischenzeitlich getötet. Frühestens dreißig Tage nach Abschluss der Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen im Seuchenbetrieb, wird das Veterinäramt des Landratsamtes Schwäbisch Hall das Geflügel der im Beobachtungsgebiet liegenden Betriebe in Ammertsweiler und Geißelhardt untersuchen.

Infektionen des Menschen mit dem H5N8-Virus wurden bislang weltweit nicht nachgewiesen. Wie bei allen Geflügelpestviren sind aber auch in diesem Fall erhöhte Schutzmaßnahmen beim Umgang mit potenziell infiziertem Geflügel und Wildvögeln einzuhalten.

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