Schwäbische Zeitung

(an) - Am Samstag fand der größte Ultramarathon Süddeutschlands statt, der 23. Sparkassen-Alb-Marathon über 50 Kilometer, ausgerichtet von der DJK Schwäbisch Gmünd. Weitere Teilstrecken waren der Rechberglauf über 25, der Umicore über 10, der Jugendlauf über 1,7 Kilometer sowie die Sparkassen-Bambini- und -Schülerläufe.

Im Vorjahr mussten sich die Läufer den Weg durch Schneetreiben und Neuschnee bahnen, diesmal trieb milde Herbstsonne das Thermometer auf 20 Grad. Das schlug sich positiv auf die Meldezahlen nieder: 1510 Teilnehmer gingen an den Start, 1381 kamen ins Ziel.

Der Start erfolgte für die 25- und 50-Kilometer-Wettbewerbe gemeinsam am Johannisplatz zwischen Johanniskirche und dem Wettkampfzentrum im Prediger. Von dort schickte Bürgermeister Joachim Bläse die Läufer auf die Strecke über den Marktplatz, die Ledergasse, die Baustellenlandschaft der Landesgartenschau 2014 und den neuen Kroatensteg. Neben der DJK waren wieder die Partnervereine TSV Wäschenbeuren, TSGV Rechberg, TV Wißgoldingen und TSGV Waldstetten, TV Straßdorf, das Jugendhaus, das DRK, das THW bei der Organisation dabei. Insgesamt waren wieder über 200 freiwillige Helfer im Einsatz.

Sparkassen-Alb-Marathon: Bei den Männern fiel der Streckenrekord des elfmaligen Siegers Jürgen Wieser (3:12,48 Stunden). Der Thüringer Christian Seiler stellte in 3:07,25 Stunden eindrucksvoll einen neuen Rekord auf. Der zweite Läufer kam erst 22 Minuten später ins Ziel. Bereits am Anfang des Rennens setzte sich Seiler mit Allesandro Collerone, dem späteren Zweitplazierten des Rechberglaufs etwas ab. Mit Matthias Dippacher (2009) und Benoit Charles-Mangeon (2011) waren zudem zwei ehemalige Alb-Marathon-Sieger am Start. Außerdem waren der Schweizer Ultraläufer Rolf Thallinger, Richard Schumacher (Sieger Ulm-Marathon 2013), Fabian Schnekenburger (Sieger Rechberglauf 2012), Kay Uwe Müller (Sieger Schwarzwald-Marathon 2013) und der späteren Europacupsieger Carsten Stegner im hochklassigen Feld. Bei den Frauen war das Rennen spannender. Es siegte Anja Maurer (Feuerbach) in 3:58,34 Stunden.

Mannschaften: Der Sieg in der Mannschaftswertung ging an den Gutsmuths Rennsteiglaufverein (Seiler, Baldauf, Wagner) in 10:53,48 Stunden. Hier wackelte der Rekord der LSG Aalen aus dem Jahr 1998 (10:36,23 Stunden) nicht. Bei den Männern 17 Mannschaften in die Wertung, bei den Frauen nur eine, die des Veranstalters.

Stafettenlauf: Beim Lauf der 37 Betriebs- und Freizeitmannschaften teilten sich bis zu zehn Läufer die 50-Kilometer-Strecke. Bei durchschnittlich sieben Teilnehmern pro Stafette waren 260 Menschen sportlich auf den Beinen. Die Betriebsmannschaft der „Wasseralfinger Löwen“ kam als Erste ins Ziel (3:54,24 Stunden).

Rechberglauf: Beim Berglauf über 25 Kilometer und 780 Höhenmeter gewann Kay Uwe Müller vom TSV Crailsheim in 1:43,33 Stunden, obwohl er den Ultra-Marathon lief. Müller und der stärkste Bergläufer, Allesandro Collerone, teilten sich die Siegprämie. Bei den Frauen siegte Pamela Veith (Kusterdingen) in 1:57,50 Stunden. Veith ist eigentlich Ultraläuferin und Deutsche Meisterin über 100 Kilometer.

Zehn-Kilometer-Lauf: 241 Läufer im Ziel sind neuer Teilnehmerrekord. Verspätete Läufer konnten nicht mehr erfasst werden und liefen außer Konkurrenz mit. Dies betraf auch den Vorjahresieger, Stephan Stockinger von der LG Rems-Welland, der auch erneut mit deutlichem Vorsprung als Erster im Ziel war. Es siegte jedoch der –vorangemeldete – Johannes Großkopf in 35,36 Minuten. Bei den Frauen gewann Stefanie Grimmeisen (Nattheim) in 42,16 Minuten.

Jugendlauf: Schnellste Läuferin über 1,7 Kilometer und damit Gmünder Jugendmeisterin wurde Maike Stillhammer (7:10 min.) vom SV Ebnat in einem Familienduell mit Carmen Stillhammer (7:15 min).

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