Schock-Gruppe stellt Insolvenzantrag

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 Die in Lorch-Waldhausen ansässige Schock-Gruppe hat beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt.
Die in Lorch-Waldhausen ansässige Schock-Gruppe hat beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. (Foto: Peter Steffen/dpa)
Aalener Nachrichten

Die Schock-Gruppe mit Sitz in Lorch-Waldhausen hat für ihre drei Gesellschaften Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Aalen bestellte Holger Leichtle (Schock Profilsysteme GmbH & Co. KG), Sebastian Krapohl (MS Profiltechnik GmbH) und Holger Blümle (Schock Verwaltungs GmbH) zu vorläufigen Insolvenzverwaltern des Kunststoffverarbeiters.

„Wir halten den Geschäftsbetrieb in allen Gesellschaften ungeachtet der Insolvenzanträge in vollem Umfang aufrecht“, betont Holger Leichtle. „Alle bestehenden Aufträge werden fach- und zeitgerecht sowie ohne Abstriche bei den hohen Qualitätsanforderungen erfüllt. Schock ist selbstverständlich bereit und in der Lage, neue Aufträge anzunehmen und zu bearbeiten.“ Die rund 100 Mitarbeiter der Unternehmensgruppe werden bis einschließlich August über das Insolvenzgeld abgesichert.

Ursache der wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind nach Unternehmensangaben der Preisdruck bei Kunststoffprofilen am Markt, hohe Altverbindlichkeiten aus der Zeit der Gesellschaftsgründung sowie hohe Kosten interner Restrukturierungsmaßnahmen. Eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen sollen darüber hinaus zu einem Rückgang der Kapazitäten und des Umsatzes geführt haben, so dass schlussendlich nicht mehr ausreichend Liquidität zur Verfügung gestanden habe.

„Der operative Kern der Unternehmensgruppe ist unserer ersten Einschätzung nach aber intakt und trägt sich“, berichtet Rechtsanwalt Sebastian Krapohl. „Wir werden in den kommenden Wochen deshalb verschiedene Sanierungsoptionen prüfen und darauf basierend erste Maßnahmen ergreifen, um die Schock-Gruppe neu aufzustellen. Zusätzlich werden wir bereits in Kürze eine zielgerichtete Suche nach potentiellen Investoren anstoßen, die sich einen Einstieg bei Schock vorstellen können.“

Die Schock-Gruppe ist ein alteingesessenes Unternehmen mit einem Jahresumsatz von etwa 15 Millionen Euro. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung, Konstruktion und Herstellung von Kunststoffprofilen unterschiedlicher Einsatzbereiche spezialisiert, die insbesondere im Bau, aber auch im Handel zum Einsatz kommen.

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