Viel Dank für ein gelungenes Festival erhielt Intendant Klaus Stemmler (in der Mitte rechts).
Viel Dank für ein gelungenes Festival erhielt Intendant Klaus Stemmler (in der Mitte rechts). (Foto: Stadt Schwäbisch Gmünd)
Aalener Nachrichten

Der Südwestrundfunk zeichnete acht Konzerte für das Hörfunkprogramm SWR2 auf. Sendetermine: www.kirchenmusik-festival.de

Im Jahr der Remstal-Gartenschau ist das 31. Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd vom 5. Juli bis 4. August unter dem Motto „Alles im Fluss“ gestanden. Gemeinsam mit den Festivalmachern zog Gmünds Bürgermeister Joachim Bläse eine positive Bilanz. Sie werden noch bis Anfang Oktober im Hörfunkprogramm SWR2 und sogar bundesweit im ARD-Radiofestival ausgestrahlt.

Festivalgäste aus der ganzen Welt

„Das Festival hat Gäste aus der ganzen Welt nach Schwäbisch Gmünd gelockt und das Thema ‚Alles im Fluss‘ vielseitig erlebbar gemacht“, freut sich Bläse: „Wir dürfen stolz sein auf den internationalen Erfolg unseres Kirchenmusikfestivals, das im Februar mit dem Qualitätslabel ‚Effe 2019/2020‘ für exzellente Festival-Arbeit ausgezeichnet wurde.“

Ein Sonderkonzert mit dem Stuttgarter Kammerchor unter der Leitung des Festival-Preisträgers 2004, Frieder Bernius, eröffnete das Festival. Als festen Baustein des Festivals hat sich das „Musikforum“ in Zusammenarbeit mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart etabliert. Unter der Leitung des Musikbeauftragten Detlef Dörner widmete sich das Forum dem „Klang des Wassers“.

Unvergessen wird den 400 Teilnehmern der „Singing Day“ mit John Rutter bleiben. Die Stadt ehrte den britischen Komponisten am Abend mit dem Preis der Europäischen Kirchenmusik 2019. Die Gestaltung des ausverkauften Preisträgerkonzerts übernahm der „Chamber Choir of Europe“ unter Leitung von Nicol Matt. Am Ende des Konzerts dirigierte Rutter selbst die 400 „Singing Day“-Teilnehmer: Die berühmten Chorsätze „Look at the world“ und „The Lord bless you and keep you“ brachten das gesamte Münster zum Klingen.

Eine Neuentdeckung durfte das Publikum im Heilig-Kreuz-Münster erleben: Erstmals erklang im Festival das Oratorium „Der Durchzug durchs Rote Meer“ von Johann Nepomuk Hummel. Ausverkauft war das Konzert der klassischen Band Spark mit Countertenor Valer Sabadus.

Beifall für die Gebrüder Stenzl

In der vierten Festivalwoche waren die Aufführung der „Schwäbischen Schöpfung“ mit dem jungen Ensemble „Société Lunaire“ in der Johanniskirche und das Konzert des Klavierduos Hans-Peter und Volker Stenzl ausverkauft. Für das dritte Orgel-Recital war Stephen Tharp aus New York angereist. Er entlockte der großen Klais-Orgel mit Werken von Georg Friedrich Händel bis William Albright beeindruckende Klangfarben.

Das dritte Nachtkonzert stand unter dem Label „Podium Junge Talente“ mit dem „Colourful Concert“ der vier Hanke Brothers. Swingend fand das 31. Festival Europäische Kirchenmusik zum Thema „Alles im Fluss“ im Remspark seinen Ausklang: „The Swinging River Band“ unter der Leitung von Klaus-Dieter Mayer und mit Gast-Sängerin Petla Akum entführten das Publikum von Schwäbisch Gmünd nach Las Vegas, von der Rems an den Mississippi, immer gut gelaunt über alle Grenzen hinweg. Diesen mitreißenden Schwung spürte man auch im ökumenischen Schlussgottesdienst mit dem Nürtinger Shanty-Chor „Die Neckar-Knurrhähne“.

Die Ausstellung „Wasser“ im Labor im Chor (Kulturzentrum Prediger) mit zeitgenössischem Kunsthandwerk ist noch bis Sonntag, 8. September, geöffnet.

Das Festival in Zahlen

Über 14 000 Besucher waren in den vier Festivalwochen nach Schwäbisch Gmünd gekommen. 9000 Karten wurden verkauft. 14 Konzerte waren ausverkauft. Die Gesamtauslastung lag bei 95 Prozent. Dabei konnte sich das Festival wieder auf ein treues Stammpublikum verlassen: 87 Prozent der Karten wurden bereits vorab erworben. Acht Veranstaltungen wurden vom Südwestrundfunk aufgezeichnet. Vom 15. Juli bis 9. August 2020 findet das 32. Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd zum Thema „Ich & Wir“ statt.

Das Festival Europäische Kirchenmusik wird veranstaltet vom Kulturbüro der Stadt Schwäbisch Gmünd. Der Veranstaltungsetat beträgt seit Jahren konstant 400 000 Euro.

Der Südwestrundfunk zeichnete acht Konzerte für das Hörfunkprogramm SWR2 auf. Sendetermine: www.kirchenmusik-festival.de

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