Bundesligaspieler kommen nach Straßdorf: Dritte Auflage der V-Darts-Premiership startet

Ben Behnke vom Karlsruher SC setzte sich in einem spannenden Finale im vergangenen Jahr gegen den Alfdorfer Florian Steeb bei de
Ben Behnke vom Karlsruher SC setzte sich in einem spannenden Finale im vergangenen Jahr gegen den Alfdorfer Florian Steeb bei der zweiten Auflage der V-Darts-Premiership in Straßdorf bei Schwäbisch Gmünd durch. (Foto: EGP)
egp

Manuel Grüninger hat professionell Dart gespielt, er kennt das, auf der Bühne vor Publikum die Pfeile ins Board zu hämmern. Es war eine gute Zeit für ihn, mittlerweile aber organisiert der Gastronom lieber die Turniere in seinem Phönix in Straßdorf. Das macht er aber ebenfalls professionell, weil es sein Anspruch ist. So gibt es mittlerweile Dartturniere in der Region, die es ohne Grüninger vermutlich nicht geben würde. So wie die V-Darts-Premiership, die an diesem Sonntag wieder starten. Mit dabei sind dann Dartspieler, die sonst üblicherweise an den Wochenenden in der Bundesliga ans Board treten.

Selten höhere Qualität bei Dart-Turnieren

„Es gibt nicht mehr viele Dartturniere, die eine höhere Qualität aufweisen, das Niveau ist stetig gestiegen“, sagt Grüninger nicht ohne Stolz. Es hat sich einiges entwickelt in den vergangenen beiden Jahren, obwohl die Pandemie Grüninger nicht nur einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Mit dabei sein wird an diesem Sonntag unter anderem Marko Puls, Deutscher Meister 2011 und 2012 sowie die drei Bundesligaspieler des Karlsruher SC, Martin Kramer, Franz Rötzsch und Ben Behnke. Letzterer ist gleichzeitig Titelverteidiger der Premiership, setzte er sich doch im vergangenen Dezember gegen den Überraschungsfinalisten Florian Steeb aus Alfdorf durch.

Rötzsch ist Favorit von Grüninger – Diesmal auch Frauen am Start

Rötzsch wird von Grüninger als Favorit eingestuft, ihm traut er den Titel zu. Doch nun findet erst einmal der erste Teil (von insgesamt vier Spieltagen) statt. 16 Teilnehmer sind es, darunter erstmals auch zwei Frauen. Das ist neu und war die Idee von Clarissa Tresp, Inhaberin von „Issssa Desgns“. Sie unterstützt Grüninger bei derlei Events. Grüninger hatte diese Idee direkt aufgenommen und entsprechend umgesetzt. Eine der Frauen ist Daniela Schug aus Essingen und Grüninger sagt gleich, dass sie nicht nur für die Quote dabei ist. „Ihr traue ich es durchaus zu, die Playoffs zu erreichen, das ist eine sehr starke Spielerin.“ Das wäre schließlich die Teilnahme am Finale, was am 3. Dezember ausgetragen wird. Die zweite Frau ist Jenny König aus Freiberg am Neckar. Für die Frauen hatte Grüninger eigens zwei Qualifikationsturniere für Frauen ins Leben gerufen. Die weiteste Anreise haben Jonas Aplowski aus Arnsberg (Nordrhein-Westfalen), Mike Kohlbrenner, der aus Salem an der Schweizer Grenze anreisen wird oder Fabian Stütz aus Österreich.

Die besten Darter unter über 200 Teilnehmern

Diese 16 sind die besten Darter, die sich aus über 200 Teilnehmern bei den Qualifikationsturnieren durchgesetzt haben. „In der Dartszene hat sich dieses Turnier tatsächlich herumgesprochen, teilweise sind wir angefragt worden, ob wir noch Plätze frei hätten“, sagt Grüninger. Tatsächlich hätte an den Qualifikationsturnieren jeder Darter teilnehmen können, Grüninger veranstaltet ohnehin immer offene Turniere. Jedoch bietet die Premiership vor allem für die semiprofessionellen und professionellen Dartspieler den größten Anreiz. Insgesamt über 4000 Euro Preisgeld wird Grüninger im Winter ausschütten, der Sieger darf dazu zur sogenannten Q-School. Hier spielt man um ein Tourticket und darf sich dann mit den Stars der Szene bei der PDC messen, auf den großen Bühnen. Doch auch Grüninger hat eine Bühne bei sich im Laden, auf der es natürlich auch wieder einige Duelle geben wird.

Essingen, Heidenheim und Alfdorf: Auch regionale Spieler dabei

Unter den 16 Spielern sind aber noch weitere aus der Region. So haben sich Florian Steeb aus Alfdorf und Uwe Holz aus Essingen durch das Erreichen der Top-Vier der vergangenen Premiership qualifiziert. Mit Kevin Kotte nimmt ein Spieler aus Heidenheim teil. Dadurch, dass die Corona-Bedingungen gelockert wurden, sind auch Zuschauer erlaubt, freut sich Grüninger. „Wer sich also mal guten Dartsport aus der Nähe anschauen oder sich mal den einen oder anderen Tipp holen möchte, ist willkommen. Wir nehmen natürlich keinen Eintritt“, so der Gastronom.

Sieben Spiele für jeden am ersten Spieltag

Die Spieler werden an diesem Auftaktspieltag ordentlich gefordert sein. Jede Akteurin, jeder Akteur muss sieben Duelle spielen, im Modus „Best of twelve“ – so sind auch 6:6-Unentschieden möglich. „Am Ende wird derjenige die besten Resultate liefern, der am konstantesten spielen wird“, sagt Grüninger. Sieben Duelle werden live gestreamt und online auf Twitch.TV gezeigt. „Bei diesem Teilnehmerfeld gehe ich davon aus, dass wir den einen oder anderen 100er Average erleben werden“, sagt Grüninger. Ein Profi-Wert

Ab 11 Uhr fliegen die Pfeile

Ab 9 Uhr schließt Grüninger sein Lokal auf an diesem Sonntag, ab 11 Uhr dann fliegen die ersten Pfeile, die V-Darts-Premiership starten wieder.

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