„Tänzer“ heißt diese Arbeit von Eugen Netzel aus dem Jahr 1932 (Öl auf Leinwand, 74,5 auf 50 Zentimeter).
„Tänzer“ heißt diese Arbeit von Eugen Netzel aus dem Jahr 1932 (Öl auf Leinwand, 74,5 auf 50 Zentimeter). (Foto: Stadt Schwäbisch Gmünd)
Aalener Nachrichten

Weitere Informationen: Museum im Prediger, Johannisplatz 3, 73525 Schwäbisch Gmünd, Telefon 07171 / 603-4130 oder

www.museum-galerie-fabrik.de

Er war ein Multitalent, war Goldschmied, Maler und Bildhauer. Jahrzehnte lang blieb sein Werk im Verborgenen. Jetzt sind Arbeiten des gebürtigen Schwäbisch Gmünders Eugen Netzel in einer großen Übersichtsausstellung im Museum im Prediger zu sehen. Am Sonntag, 26. August, um 15 Uhr gibt es eine Führung durch die Schau mit Museumsleiterin Monika Boosen, die den Künstler und dessen Werk näher vorstellt. Die Ausstellung endet am 30. September.

Die Schwäbisch Gmünder Kunst des 20. Jahrhunderts ist immer noch für Überraschungen gut: Jahrzehntelang blieb Netzels Werk im Verborgenen. Jetzt sind Arbeiten des gebürtigen Gmünders in einer großen Übersichtsausstellung im Museum zu sehen. Die Ausstellung ruft das große malerische, zeichnerische und kunsthandwerkliche Können von Netzels in Erinnerung.

Eugen Netzel stirbt 1944 mit nur 41 Jahren

Das künstlerische Schaffen von Eugen Netzel verhieß Größeres. Doch seine Karriere endete unvermittelt, als er 1944 im Alter von nur 41 Jahren in russischer Kriegsgefangenschaft starb. Geboren wurde Eugen Netzel 1903 in Schwäbisch Gmünd. Nach einer Ausbildung im Edelmetallgewerbe ging er von 1927 bis 1928 zum Studium an das Bauhaus in Dessau. Nach der Rückkehr aus Dessau bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs war Netzel selbstständiger Kunstgewerbler. Zwischen 1935 und 1937 bildete er sich an der Staatlichen Kunstgewerbeschule in Stuttgart weiter. Neben der Arbeit in den Werkstätten für Metall und Wandmalerei studierte Eugen Netzel in den neu eingerichteten freien Malklassen und erhielt Anregungen von Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer und Paul Klee.

In der Auseinandersetzung mit den künstlerischen Ideen des Bauhauses entwickelte er ein eigenständiges Werk, das Malerei, Zeichnung und kunsthandwerkliche Arbeiten umfasst. Ein immer wieder kehrendes Motiv in seiner Kunst sind Tänzer, die er von der Figürlichkeit abstrahiert und in großzügigen Linien im Gesamten erfasst.

Ausstellung nimmt Netzels Entwicklung in den Blick

Die Ausstellung im Schwäbisch Gmünder Museum im Prediger nimmt nun Eugen Netzels künstlerische Entwicklung in den Blick: von den Anfängen bis zu seinem frühen Tod. Gezeigt werden 80 Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle, dazu annährend 30 Metallobjekte und -reliefs sowie ausgewählter Schmuck.

Weitere Informationen: Museum im Prediger, Johannisplatz 3, 73525 Schwäbisch Gmünd, Telefon 07171 / 603-4130 oder

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