Was Jakobspilger von Emmausjüngern lernen können

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Der diesjährige Jakobusfestprediger Professor Hubert Wolf erhielt von Pfarrer Martin Danner die Hohenberger St.-Jakobus-Medaille
Der diesjährige Jakobusfestprediger Professor Hubert Wolf erhielt von Pfarrer Martin Danner die Hohenberger St.-Jakobus-Medaille. (Foto: Fotos: Sorg)
Hermann Sorg

Hohenberg - Zum zweiten Malhaben die beiden Hohenberger Vereine „snow & fun“ und der Liederkranz Hohenberg das diesjährige Dorffest an Jakobi veranstaltet, das durch diese doppelte Trägerschaft eine richtige Gemeinschaftsveranstaltung für die ganze Rosenberger Teilgemeinde geworden ist. Dazu kommt der geistige Hintergrund, nämlich das Fest des Kirchen- und Pilgerpatrons Jakobus, das in diesem Jahr durch eine aufrüttelnde Predigt von Professor Hubert Wolf eine tiefgründige Dimension erfahren hat.

Der Auftakt am Freitagabend war mit der mobilen Disco „HighLife“ der Jugend vorbehalten, wobei durchaus auch ältere Semester gesichtet wurden. Organisiert von snow & fun hat es sich zu einem Treffpunkt entwickelt für ehemalige Hohenberger, die nun in alle Welt verstreut sind: „Spätestens an Jakobi 2019 trifft man sich wieder“.

Vor einem Jahr schon hat der Liederkranz Hohenberg auch eine Lösung für seine beliebten Hitzkuchen gefunden, nachdem der letzte Bäcker seinen Backofen hat ausgehen lassen: Beim mobilen Holzbackofen aus Rappoltshofen konnte man förmlich zusehen, wie die schwäbische Pizza braun wurde.

Diese genoss auch der neue Bürgermeister Tobias Schneider mit seiner Familie. Die fünf Hohenberger Dorfmusikanten Harry, Udo, Festus, Tom und Jack unterhielten mit ihrer Handmusik die zahlreichen Gäste, die trotz Dauerregens auf das Festgelände in der Hohenberger Dorfmitte gekommen waren.

Beim traditionellen Festgottesdienst am Sonntag warteten dann ausgesprochen viele gespannt auf die Festpredigt von Hubert Wolf. Der Kirchenhistoriker und Sieger-Köder-Freund hatte, ausgehend von Hape Kerkelings Bestseller „Ich bin dann mal weg“, die Frage gestellt, was sich verändert, wenn man am Ziel in Santiago angekommen ist. Er stellte dazu die beiden Emmausjünger vor, die noch in der Nacht begeistert zurückkehrten, als sie den auferstandenen Jesus am Brotbrechen erkannt hatten. Wolf forderte die Gottesdienstbesucher auf es genauso zu machen: „Emmausgang und Jakobsweg verlangen Rückkehr und Glaubenszeugnis im Alltag, in der Familie, im Verein, in der Schule und am Stammtisch“. Der Kirchenchor Hohenberg unter der Leitung von Ulrike Rebele umrahmte diesen bemerkenswerten Festgottesdienst.

Nach dem schon traditionell reichhaltigen Mittagstisch boten kleine Verkäufer beim zweiten Hohenberger Kinderflohmarkt Ausgemustertes aus dem Kinderzimmer an. Die Interessengemeinschaft Modellbautruck Ostalb stellte ihre Modellanlage vor und demonstrierte ihre Fahrkünste mit den funkgesteuerten Großmodellen.

Mit Kaffee und Kuchen am Sonntagnachmittag und einem gemütlichen Vesper klang das diesjährige Dorffest an Jakobi aus.

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