Singen macht Weihnachtsfreude

Lesedauer: 4 Min
 Die beiden Chöre Musica Dankoltsweiler (vorne) und der DeCamino-Chor Hohenberg rund um den Altar beim Schlusslied des Mitsingek
Die beiden Chöre Musica Dankoltsweiler (vorne) und der DeCamino-Chor Hohenberg rund um den Altar beim Schlusslied des Mitsingekonzerts in der Jakobuskirche Hohenberg. (Foto: Hermann Sorg)

Singen liegt im Trend, ob zuhause oder mit Freunden im Wirtshaus. Neben den Kirchenchören und Gesangvereinen haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Junge Chöre gebildet. Wobei sich das Wort jung auf das Repertoire bezieht: harmonisch und rhythmische veränderte Versionen von bekannten Liedern. Das Publikum soll mitmachen, mitschnipsen und mitsingen. Was liegt näher, als an Weihnachten, der Zeit der Lieder, auszuprobieren, ob das auch in Hohenberg funktioniert.

Die Verantwortlichen des Liederkranzes, voran die rührige Chorleiterin Ruth Schmid, und der Chor Musica des Gesangvereins Dankoltsweiler mit Dirigentin Bettina Kartak hatten sich dazu ein Mitsing-Konzertle ausgedacht. Das schwäbische „le“ bezog sich dabei auf die Dauer: Genau eine Stunde in der Sankt-Jakobuskirche auf dem Hohenberg.

In die dunkle Kirche einziehend sang zum Auftakt der DeCamino-Chor „We all come from Godess“, lobte den neugeborenen Heiland mit der Mendelsohn-Fassung von „Hark! The Herald Angels Sing“ und beendete seinen Part mit dem Gospel „Down to the river to pray“.

Zu Thomas Stapf’s treibendem E-Pianospiel und begleitet von Jasmin Kuchers Querflöte sangen dann Chöre und Zuhörer gemeinsam „Fröhliche Weihnacht“, „Kommet ihr Hirten“ und „Alle Jahre wieder“. Musica Dankoltsweiler begrüßte das Krippenkind mit „Herr, ich komme zu dir“ und schwärmte vom Kindsein mit Peter Maffays „Ich wollte nie erwachsen sein“, am E-Piano begleitete Timo Schenk.

Spenden für die deutsch-argentinische Freundschaft

Gemeinsam ertönte dann „Süßer die Glocken nie klingen“, „Am Weihnachtsbaum die Lichter“ und das heimelige „Es wird schon gleich dunkel“. Die Frauen und Männer aus Dankoltsweiter erinnerten bei „Geboren, um zu leben“ daran, dass in der Geburt auch das Ende des menschlichen Lebens eingeschlossen ist und beendeten ihren Part mit Manfred Siebalds „Geh unter der Gnade“. Der DeCamino-Chor ergänzte das mit „Lasst alle eure Sorgen ziehn“ und „Gott hat mir längst einen Engel gesandt“.

Zuvor erklang in der vollen Jakobuskirche ein mächtiges gemeinsames „O du fröhliche“ und „Es ist ein Ros entsprungen“. Das „Feliz Navidad“ des blinden Sängers Jose Feliciano erinnerte daran, dass die Spenden aus dem Mitsing-Konzertle der deutsch-argentinischen Freundschaft zugute kommen werden (756 Euro, die der Liederkranz spontan auf 800 Euro erhöhte). Der Liederkranzvorsitzende Jack Knecht dankte allen fürs Kommen, Mitmachen und Singen. Nach dem gemeinsam gesungenen „Weihnacht, frohe Weihnacht“ verließen viele begeisterten Zuhörer und Sänger diesen Ohrwurm summend die festlich-dunkle Jakobuskirche.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen