Gut 50 Interessierte waren ins Hohenberger Dorfgemeinschaftshaus gekommen, um mit Bürgermeister Tobias Schneider über die weite
Gut 50 Interessierte waren ins Hohenberger Dorfgemeinschaftshaus gekommen, um mit Bürgermeister Tobias Schneider über die weitere Entwicklung der Hohenberger Dorfmitte zu diskutieren. (Foto: Sorg)
Hermann Sorg

Der Hohenberger Dorfplatz soll neu gestaltet werden. Dazu haben sich am Donnerstag rund 50 Bürger zu einem Workshop im Dorfgemeinschaftshaus getroffen.

In der Nacht vom 6. auf 7. Mai 2007 war das ehemalige Gasthaus „Goldenes Kreuz“ in Hohenberg abgebrannt, 2009 erwarb die Gemeinde Rosenberg die Ruine, ließ sie abreißen und legte an dieser Stelle einen freien Schotterrasenplatz an. Seither besteht eine Lücke in der Hohenberger Ortsmitte, die seit einigen Jahren als Festplatz verwendet wird. Künftig wollen die Hohenberger ihren Dorfplatz aber verstärkt nutzen. Dazu soll der Platz gestaltet werden, weshalb Bürgermeister Tobias Schneider am Donnerstagabend zu einem Workshop eingeladen hatte.

Schneider stellte zunächst die von der Verwaltung angedachten Elemente des Dorfplatzes vor. Das sind ein Pavillon zum Zusammensitzen und ein kleinerer Toilettencontainer auf der Südseite des Platzes, also weg von der Dorfstraße und ein wenig tiefer in einer kleinen Senke. An der Straßenseite könnten mit Blumen bepflanzte Hochbeete den Platz optisch abgrenzen. Ein Stromanschluss und ein Anschluss an die Wasserver- und Abwasserentsorgung sind bereits vorhanden. 30 000 Euro sind für die Umbaumaßnahme fest eingeplant; der Umbaubeginn könne noch in diesem Jahr nach dem diesjährigen Jakobusfest erfolgen.

In der gut einstündigen Diskussionsrunde begrüßte der Liederkranzvorsitzende Jack Knecht, dass die Gemeindeverwaltung die nun schon vor längerem geäußerten Wünsche der Bürgerschaft aufgreife: „Ein Anfang ist damit gemacht und den sollte man nicht schon wieder zerreden“, sagte Knecht, der dabei auf Bedenken eines Anwohners einging, der meinte, dass mit dem neu gestalteten Platz auch nächtlicher Lärm und verdreckte Anlagen verbunden sein könnten.

Kritik an den „vereinigten Hüttenwerken“

Roland Hagmann und weiteren Bürgern gefielen indes die „vereinigten Hüttenwerke“ aus Pavillon und WC-Container nicht: Hagmann und seine Mitstreiter würden hier eine bauliche „Kompaktlösung“ vorziehen. Diese hätte, laut Helmut Haug, auch den Vorteil, dass man dort weitere Räumlichkeiten gewinnen könne, zum Beispiel für einen Kühlschrank und einen Getränkeautomaten, was ebenfalls angeregt wurde.

Ein anderer Diskutant schlug vor, den Pavillon als eine „halboffene Lösung“ zu gestalten, so dass der überdachte Raum auch als Bühne für kleinere Veranstaltungen genutzt werden könne. Wolfgang Fuchs könnte sich dies sogar zweistöckig mit Toiletten und Nebenräumen unten und dem halboffenen Aufenthalts- und Veranstaltungsraum oben in der südseitigen Hanglage vorstellen.

Gemeinderätin Judith el-Mawla verwies in diesem Zusammenhang auf einen bereits vor einiger Zeit eingereichten Vorschlag von Tom Heinrich, der Ähnliches vorsah. Spielgeräte für Kinder schloss Bürgermeister Schneider zunächst mal aus, weil es einen Gemeinderatsbeschluss gebe, der keine weiteren Spielplätze in der Gemeinde vorsieht.

Schneider wünschte sich eine Arbeitsgruppe aus Hohenbergern, die in die weitere Planung aktiv miteinsteigt und dabei noch offene Fragen, wie etwa die Betreuung der neuen Dorfmitte und mögliche Eigenleistungen, klären helfen. Spontan meldeten sich dazu Gerda Hassler, Paul Blattner, Wolfgang Fuchs, Helmut Haug, Thomas Holweger und Klaus Meyer. Diese Gruppe wird nach dem diesjährigen Jakobusfest zusammen mit dem Gemeinderat und der Verwaltung nun die nächsten Schritte angehen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen