Grünes Licht für überplanmäßige Ausgaben

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 Noch sieht’swild aus um die Karl-Stirner-Gemeinschaftsschule in Rosenberg, doch der Gemeinderat hat jetzt einstimmig die Ausfüh
Noch sieht’swild aus um die Karl-Stirner-Gemeinschaftsschule in Rosenberg, doch der Gemeinderat hat jetzt einstimmig die Ausführungsplanung des Schulhofs vergeben. (Foto: Sorg)
Hermann Sorg

Während der Sommerpause hat sich ein umfangreiches Programm angesammelt, das der Gemeinderat Rosenberg nun abgearbeitet hat. Dabei hat er auch einige Extrawünsche erfüllt. Denn laut Kämmerer Winfried Krieger werden die Gewerbesteuereinnahmen den Haushaltsansatz um mehrere Millionen Euro übertreffen. Statt der geplanten Rücklagenentnahme von 2,7 Millionen Euro kann Rosenberg weitere Rücklagen bilden.

Zu den überplanmäßigen Ausgaben zählt die Erneuerung des EDV-Netzwerkes im Rathaus für knapp 20 000 Euro sowie eine Wunschliste der Karl-Stirner-Gemeinschaftsschule in gleicher Höhe. Teurer wird die Erschließungsstraße zwischen dem Neubau der Firma Rowa und Hald-Busreisen. Statt 60 000 Euro wird sie 82 000 Euro kosten. Das Buswartehäuschen im Baugebiet Rosenberg-West verursacht durch Fundamentierungsarbeiten Mehrkosten von knapp 10 000 Euro. Der Gemeinderat stimmte allen Ausgaben zu.

Die Planung der Außenanlage für die Karl-Stirner-Gemeinschaftsschule stellte der Bopfinger Landschaftsarchitekt Gerhard Kapeller vor. Dem stimmte der Rat zu, ebenso der Überprüfung der Regenwasserbehandlung, um das Kanalsystem besser planen zu können.

Beschleunigtes Verfahren für weitere Bauplätze

Bürgermeister Tobias Schneider berichtete, dass die Erschließungsstraße im Baugebiet Badwiesen in Hohenberg günstiger wird. Sie kostet 38 500 statt 60 000 Euro. Inzwischen sind alle Bauplätze verkauft, im Baugebiet West IV gibt es noch sechs freie Bauplätze (von 23). Deswegen war der Rat erfreut, dass das Regierungspräsidium Stuttgart und der Regionalverband Ostwürttemberg eine dritte Erweiterung in der Bergstraße West zulässt. Dort sollen weitere sechs Bauplätze südlich der Orbachstraße entstehen.

Der neue Bauhoftraktor soll nun doch gekauft werden, Leasing wäre 8000 Euro teurer. Dem Wunsch des Musikvereins Rosenberg, den Treppenzugang zu ihrem Probenraum Glaszimmerle im Obergeschoss der Virngrundhalle schneesicher zu machen, wollte der Gemeinderat nicht zustimmen. Hier müssen zunächst architektonische und finanzielle Fragen geklärt werden.

Rat lehnt Funkmast-Erhöhung ab

Die Erhöhung des Funkmastes beim Sportplatz Geiselrot um fünf Meter lehnte der Rat ab. Die Räte möchten dazu die Bürgerinitiative einbinden. Die Ausstattung der Karl-Stirner-Gemeinschaftsschule mit neuen Medien wie Beamer, Whiteboards, Tablets sowie der Vernetzungssoftware wird 97 500 Euro kosten. Durch die Zuschüsse von Bund und Land wird für die Gemeinde ein Eigenanteil von unter zehn Prozent übrig bleiben, berichtete Schneider.

In der Fragestunde wurde bemängelt, dass die Straßenbeleuchtung im Bereich der Einmündung der Orrotstraße in die L1060 abgebaut wurde und das Überqueren der stark befahrenen Landstraße gefährlich werden könnte.

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