3,5 Millionen Euro für Straßensanierungen

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 Durchweg sanierungsbedürftig: Die Situation der Wasser- und Abwasserschächte im Rosenberger Mühlweg.
Durchweg sanierungsbedürftig: Die Situation der Wasser- und Abwasserschächte im Rosenberger Mühlweg. (Foto: Sorg)
Hermann Sorg

Wenn die Rosenberger Bürger im Spätherbst 2020 durch die Hohenberger Gartenwiesen, durch Unterknausen oder durch den Rosenberger Mühlweg fahren oder auf einem neuen Gehweg von Rosenberg nach Hummelsweiler gehen, werden sie dies über komplett neue Straßenbeläge tun können. Auch unter den genannten Straßen und Wegen wird das meiste neu sein. Rund 3,5 Millionen Euro werden dann, größtenteils unsichtbar, verbaut worden sein. Die Vergabe dieser vier Ausführungsplanungen waren die beherrschenden Tagesordnungspunkte bei der Gemeinderatssitzung in Rosenberg.

Größter Brocken ist die Sanierung der Ringstraße durch die Gartenwiesen in Hohenberg mit rund 1,25 Millionen Euro. Hier sind die Erneuerung der Wasserleitung und des Abwasserkanals sowie ein Vollausbau der Straße vorgesehen. Pflanzinseln und Parkplätze sollen verkehrsberuhigend wirken. Die Gemeinderäte Manfred Rupp, Josef Schips, Kathy Hirschle und Judith elMawla bezweifelten aber den Sinn von Parkplätzen, die teilweise so nah an den Hecken liegen, dass Beifahrer kaum aussteigen können. Nach intensiver Diskussion schlug Bürgermeister Tobias Schneider dem Planer Matthias Schelbert von CDM-Smith vor, bis zur endgültigen Vergabe eine Planung mit und ohne Parkplätze vorzulegen.

Straßendecke muss echten Schwerlastverkehr aushalten

Auch bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt Unterknausen müssen die Wasserleitung und die Kanalisation komplett ausgetauscht werden. Dazu werden Leerrohre für die Breitbandverkabelung verlegt. 1,15 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Problem ist hier die Straßendecke, die „einen echt großen Schwerlastverkehr aushalten muss“, so Ingenieur Schelbert.

Durch Unterknausen führt die Kreisstraße K3321, die ein Teil der Umleitung für Fahrzeuge über 3,5 Meter Höhe wegen der Jagstzeller Bahnunterführung ist. Beim Vollausbau der Straße, insbesondere bei der Abbiegung zur Holzmühle, wird sich der Landkreis finanziell beteiligen, so Bürgermeister Schneider. Probleme könnte es dabei mit der Umleitung der über 3,5 Meter hohen Lastwagen geben, die während der rund achtwöchigen Bauzeit im Sommer 2020 von Ellwangen über Rosenberg, Hummelsweiler und Eckarrot nach Randenweiler fahren müssen.

Für die Sanierung des Mühlwegs in Rosenberg sind 815 000 Euro vorgesehen. Auch hier muss die komplette Ver- und Entsorgungsstruktur erneuert sowie die Straße im Vollausbau saniert werden. Hier wäre es sinnvoll, den Rest des Mühlwegs von der Einmündung in die L1060 bis zum Abzweig ‚Am Sandberg‘ mit zu sanieren, meinten Planer und Bürgermeister; die geschätzten Kosten liegen bei 300 000 Euro.

Der Gemeinderat beauftragte Planer und Verwaltung, einen ergänzenden Kostenvoranschlag zu machen. Ohne größere Diskussion stimmten die Räte der Sanierung und Erweiterung der Gehwege vom südlichen Ortsende von Hummelsweiler zum Friedhof zu; fünf neue Straßenlampen sollen hier neu gebaut werden. Diese Maßnahme wird rund 130 000 Euro kosten.

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