Pater Jens Bartsch (links) segnete die Motorräder und ihre Fahrer im Rahmen des Wortgottesdienstes auf dem Hohenberg.
Pater Jens Bartsch (links) segnete die Motorräder und ihre Fahrer im Rahmen des Wortgottesdienstes auf dem Hohenberg. (Foto: Sorg)

Zahlreiche Motorradfahrer haben am Sonntag den Weg auf den Hohenberg gefunden. Auf dem Parkplatz der Sankt-Jakobus-Kirche fand ein Open-Air-Wortgottesdienst statt, bei der Pfarrer Jens Bartsch die schweren Maschinen der Biker segnte.

Kaum kommen die ersten Sonnenstrahlen vom Frühlingshimmel, holen die Biker ihre Zweiräder aus der Garage, werfen sich in die Ledermontur, ziehen Helm und Handschuhe über und genießen den n Fahrtwind bei entsprechenden Geschwindigkeiten.

„Motorradfahren ist für die allermeisten Biker Genuss pur und das soll auch so sein“, meinte Pastoralreferent Sven Köder beim ersten Bikergottesdienst am Sonntagnachmittag auf dem Hohenberg.

Popmusik zum Auftakt

Zusammen mit Pater Jens Bartsch von der Landpastoral Schönenberg und dem Theologiestudenten Philipp Knopik war er auf den Jakobusberg gekommen, um die Zweiradfahrer und ihre Fahrzeuge zu segnen. Trotz zahlreicher Veranstaltungen in der Umgebung waren über 60 Zweiradfahrer den Hohenberg hinaufgefahren und stellten ihre überwiegend PS-starken Zweiräder, aber auch Roller und Vespas, mit dem Blick auf die altersgraue Jakobuskirche ab. Beides, das Zweirad und die Pilgerkirche, stehen für das Unterwegssein überhaupt und damit auch für den Lebensweg.

Mit Andreas Bouranis „Ein Hoch auf das, was vor uns liegt, dass es das Beste für uns gibt“ wurden die Biker von Pater Bartsch begrüßt. Seine Zweirad-Fahr-Erlebnisse seien überschaubar und beschränkten sich auf „das heimliche Fahren“ des elterlichen Mopeds, gab der Pater augenzwinkernd zu. Trotzdem könne er mitfühlen, dass Biken für viele Freiheit ist.

„Und das ist gut so“, meinte sein Theologenkollege Köder, „denn Gott will, dass es den Menschen gut geht“. Allerdings gehöre dazu auch die Verantwortung für sich und die anderen Verkehrsteilnehmer. „Die Segnung der Fahrzeuge ist immer auch eine Segnung der Fahrer, aber kein naiver Schutz vor selbst verschuldeten Gefahrenmomenten“, ergänzte Köder und bekräftigte dies mit einer Stelle aus dem Propheten Josua: „Hab keine Angst, denn der Herr, dein Gott, ist mit dir überall, wo du unterwegs bist“. Allen Bikern wünschte er, dass sie immer gesund an ihren Zielen ankommen mögen.

Pater Jens Bartsch besprengte anschließend die Zweiräder mit Weihwasser und Philipp Knopik überreichte den Fahrern ein kleines Medaillon von Pater Philipp Jeningen; der Apostels des Virngrunds war ein Leben lang unterwegs gewesen, um bei den Menschen zu sein und um ihnen beizustehen und zu helfen.

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