Riesbürger Gemeinderat vertagt Entscheidung zu Ladestation für Elektroautos

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 Im Gemeinderat von Riesbürg ist es um die Pläne des regionalen Energieversorgers EnBW ODR gegangen, in der Gemeinde eine Elektr
Im Gemeinderat von Riesbürg ist es um die Pläne des regionalen Energieversorgers EnBW ODR gegangen, in der Gemeinde eine Elektro-Ladestation einzurichten. Dies stieß bei einigen Räten auf Skepsis. (Foto: Daniel Bockwoldt/dpa)
jubl und Jürgen Blankenhorn

Der Energieversorger EnBW ODR plant in jeder Kommune jeweils zwei Elektroladestationen an einem verkehrsgünstigen Standort zu errichten. Für Riesbürg sind ein Standort in Utzmemmingen gegenüber der Römerhalle sowie der bevorzugte Standort am Riesbürger Rathaus untersucht worden. Die Ladestationen wären für die Kommunen kostenneutral. Lediglich die Stellplätze müssten beschildert und zur Verfügung gestellt werden. Das hat die Kommunalbeauftragte der EnBW ODR, Stephanie Stengel-Mack, dem Riesbürger Gemeinderat mitgeteilt.

Aus eigener Erfahrung, so Gemeinderat Thilo Albath, selbst Fahrer eines E-Mobils, wisse er, dass vor allem Schnellladestationen nachgefragt würden. Bei den auch in Riesbürg geplanten normalen Ladestationen sei die Ladezeit zu lang, als dass sie genutzt würden. Daher sei er für eine Schnellladestation. Dieser Auffassung schlossen sich weitere Gemeinderäte an.

Pflaumlochs Ortsvorsteher Julian Schwarz merkte an, dass der Parkplatz vor dem Rathaus bereits durch den geplanten Geldautomaten stark frequentiert sei. Er regte an, die Ladestationen auf dem Parkplatz auf der gegenüber liegenden Straßenseite zu errichten. Es folgten weitere kritische Stimmen bezüglich der ökologischen Auswirkungen der Rohstoffgewinnung, der Ökobilanz von E-Fahrzeugen und den Zukunftsaussichten vor dem Hintergrund der Wasserstofftechnologie.

Die Ratsmitglieder nahmen das Angebot des Energieversorgers zur Kenntnis. Sie wollten bei der Klausurtagung darüber beraten und vertagten daher einstimmig die Entscheidung über die E-Ladestationen.

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