Probelauf an der Fischaufstiegsanlage an der Walkmühle

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Sie funktioniert: die neue Fischaufstiegsanlage an der Walkmühle bei Riesbürg. Jetzt war erster Probelauf.
Sie funktioniert: die neue Fischaufstiegsanlage an der Walkmühle bei Riesbürg. Jetzt war erster Probelauf. (Foto: Rathaus Riesbürg)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Nach nur wenigen Wochen Bauzeit ist sie fertiggestellt: die neue Fischaufstiegsanlage am Wehr der Walkmühle bei Riesbürg. Jetzt wurde die Anlage bei einem ersten Probelauf getestet.

Bei der wasserbaulichen Einrichtung handelt es sich um eine württembergische Maßnahme, die allerdings auf bayrischem Grund umgesetzt wurde. Durch das neue Bauwerk soll die Durchgängigkeit der Gewässer an den drei östlich gelegenen Mühlen verbessert werden. Außerdem wird dadurch Fischen und anderer im Wasser lebenden Lebewesen die Überwindung des Wehres ermöglicht. Ein positiver Aspekt soll zudem die Verbesserung des ökologischen Zustands des Gewässers sein.

Bürgermeister Willibald Freihart begrüßte zur gemeinsamen Inbetriebnahme alle am Bau Beteiligten, darunter Vertreter der Wasserwirtschaftsämter aus dem Ostalbkreis und Donau-Ries sowie die Ortsvorsteherin Gabriele Hala. Im Beisein des leitenden Ingenieurs Christoph Lechler vom Büro B&P Beratende Ingenieure aus Ellwangen wurde durch das Entfernen einer Sperre jetzt der erste Wasserlauf in das neue trapezförmige Gerinne eingelassen.

Lechler erläuterte in diesem Zuge die technischen Daten der in den letzten Zügen befindlichen Baumaßnahme. Für den Bau wurden rund 400 Tonnen Schotter, Wasserbausteine und Blocksteine sowie circa 40 Kubikmeter Beton verwendet. Um den Zufluss zum Umgehungsgerinne regeln zu können, wurde ein 7,5 Tonnen schweres Einlassbauwerk samt Schieber, Bediensteg und Geländer eingebaut. Im Rahmen der Maßnahme mussten zudem rund 4000 Kubikmeter Erde bewegt werden. Zum Abschluss soll noch die Ansaat und Bepflanzung mit Wasserpflanzen und Schilf erfolgen.

Durch den Einbau von Störsteinen und Totholz, das sich im Bereich des Wehrs an der Eger angesammelt hatte, wurde ein naturnaher Gewässerverlauf mit vielfältigen Fließstrukturen erreicht. Michael Deininger vom Wasserwirtschaftsamt Ostalbkreis lenkte die Aufmerksamkeit auf die stark geschwungenen aufeinanderfolgenden Flussschleifen, auch mäandrierender Flusslauf genannt.

Bürgermeister Freihart zeigte sich begeistert von der ökologisch wertvollen und gelungenen Fischaufstiegsanlage. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für die schnelle und vorbildliche Bauauführung. Das Projekt, mit Baukosten von rund 280 000 Euro, konnte mit einem 85-prozentigen Zuschuss des Landes Baden-Württemberg und der Beteiligung der bayerischen Mühlenbetreiber realisiert werden.

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