Europas Jugend ist in Riesbürg zu Gast

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24 Jugendliche aus drei Ländern haben sich in Riesbürg zum trinationalen Sprachcamp getroffen.
24 Jugendliche aus drei Ländern haben sich in Riesbürg zum trinationalen Sprachcamp getroffen. (Foto: Bauch)
Martin Bauch
Freier Mitarbeiter

Seit über 40 Jahren verbindet die Gemeinden Riesbürg und Esvres-sur-Indre in der französischen Touraine eine tiefe Freundschaft und Partnerschaft. In vielen gemeinsamen Projekten und einem regen kulturellen Austausch wird diese Partnerschaft noch gestärkt. Auch die Jugend der beiden Gemeinden profitiert von dieser großartigen Gemeinschaft.

Bereits zum neunten Mal treffen sich Kinder und Jugendliche aus Riesbürg und der Partnergemeinde Esvres-sur-Indre in der französischen Touraine im Sprachcamp, um gemeinsam ihre Sommerferien zu verbringen. Seit 2004 sind auch die Kinder der jüngsten Partnergemeinde Riesbürgs, Casaleone in Italien, mit von der Partie. Seit 2009 besteht das Trinationale Sprachcamp zwischen den drei Gemeinden und erfreut sich großer Beliebtheit.

„Das Interesse am Sprachcamp war in diesem Jahr sehr groß. Vor allem bei den schon etwas älteren Jugendlichen“, sagten Klaus Boos und Julian Schwarz, die beiden Hauptverantwortlichen des internationalen Jugendprojekts, das unter anderem vom Deutsch-Französischen Jugendwerk finanziell unterstützt wird: „Deshalb haben wir das Sprachcamp in diesem Jahr in zwei Gruppen eingeteilt“, erzählt Schwarz. Normalerweise nehmen Kinder im Alter von neun bis 14 Jahren an diesem Projekt teil.

Die ehemaligen Teilnehmer, die heute schon 15 bis 17 Jahre alt sind, wollten aber auf ein Wiedersehen mit ihren Freunden aus Deutschland, Frankreich und Italien nicht verzichten. Das Organisationsteam des Deutsch-Französichen-Komitees Riesbürg hat kurzerhand umgedacht und den Wunsch der Jugendlichen erfüllt. Die Gäste aus Frankreich und Italien wohnen während ihres Aufenthalts in Riesbürg bei Gastfamilien – und fühlen sich dort nach eigenen Angaben pudelwohl.

Unterricht in den Sommerferien klappt hervorragend

Während ihres Aufenthalts nehmen die jungen Gäste an Stadtführungen in Nördlingen oder Ulm teil und besuchen die Charlottenhöhle. Die Freizeitaktivitäten reichen vom Fußballturnier über Bogen- und Armbrustschießen bis hin zu einem Judoworkshop. Ein fester Bestandteil des Sprachcamps ist der Sprachunterricht am Vormittag, an dem 24 Kinder im Alter von neun bis 14 Jahren teilgenommen haben. Drei Lehrerinnen sorgen dafür, dass auch tatsächlich gelernt wird. Unterricht in den Sommerferien? „Das klappt hervorragend und macht allen sehr viel Spaß“, beruhigt Schwarz, der die Betreuung der französischen Gäste übernommen hat.

Ein erfolgreicher Eisbrecher in den Beziehungen ist auch die Kennenlern-Disco: „Bilden sich zu Anfang noch einzelne Grüppchen, die untereinander bleiben, wird daraus später eine große Gemeinschaft, die fest zusammenhält“, freut sich Schwarz. Auf diese Art werden Sprachbarrieren leicht überwunden. Die Sprachcamps finden jedes Jahr abwechselnd in einer der drei Partnergemeinden statt. „Wir sind stolz darauf, heuer die Gastgeber sein zu dürfen“, sagt Bürgermeister Willibald Freihart, der die jungen Gäste persönlich in Riesbürg begrüßte.

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