Tragischer Badeunfall: Polizei schließt Fremdeinwirkung aus

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IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Ein 19-Jähriger ist am Samstag am Bucher Stausee ertrunken. Es ist wohl ein tragischer Unfall gewesen.

Laut Polizei war der junge Mann, der als schlechter Schwimmer gilt, mit zwei Freunden unterwegs. Die beiden sind zu einer Badeinsel im See geschwommen, der 19-Jährige blieb im Uferbereich. Dort ist er ertrunken. Die beiden Freunde hatten noch beobachten müssen, wie er nach Luft rang, konnten den 19-Jährigen im trüben Wasser aber nicht finden.

Sie alarmierten die DLRG-Wache am Kiosk 2, die auch die Feuerwehr Ellwangen alarmierte. Da das THW Ellwangen an diesem Wochenende zufällig Besuch vom THW Rosenheim hatte, waren zwei Rosenheimer Taucher schnell vor Ort. Sie konnten den jungen Mann leider nur noch tot aus dem trüben Wasser bergen.

„Die DLRG ist am Wochenende immer vor Ort“, versichert Rainaus Bürgermeister Christoph Konle. Am Badestrand in der Nähe der Beachbar ist die Wache zu finden. Es gebe außerdem einen ausgewiesenen Schwimmbereich, zu dem das Ufer meistens flach hinführe.

Obduktion ist unwahrscheinlich

Die Polizei geht von einem Unfall aus, sagt deren Sprecher Holger Bienert. Es wurden Zeugen befragt und nach deren Angaben kann Fremdeinwirkung ausgeschlossen werden. Der 19-Jährige sei plötzlich untergegangen, es waren keine weiteren Personen in der Nähe.

Ob der 19-Jährige gesundheitliche Probleme hatte, wird wohl nicht mehr geklärt werden. Dass es eine Obduktion gibt, ist unwahrscheinlich. Die könnte die Staatsanwaltschaft nur anordnen, wenn ein Fremdverschulden vorliegt, sagt Pressestaatsanwalt Armin Burger. Es gebe aber keinerlei Hinweise, dass es zu einem Streit gekommen sei oder dass sich andere Schwimmer in der Nähe des 19-Jährigen aufgehalten hätten.

Vom DLRG war am Montag niemand zu erreichen.

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