Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch besucht Rainau

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Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch hat sich in Rainau über die Probleme der Kommune im ländlichen Raum informiert. Rechts
Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch hat sich in Rainau über die Probleme der Kommune im ländlichen Raum informiert. Rechts Bürgermeister Christoph Konle. (Foto: Bauch)
Martin Bauch

Die Staatssekretärin im Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch, sichert den ländlichen Gemeinden ihre Unterstützung bei der Bewältigung ihrer vielen Aufgaben zu.

Die Gemeinde Rainau hat vom ELR-Programm des Landes bislang gut profitiert. Als Flächengemeinde ist Rainau mit seinen aktuell 3279 Einwohnern auf die finanzielle Strukturförderung des Landes angewiesen. Rainau verfügt über wenig Wirtschaftskraft, um über eigene Gewerbesteuereinnahmen seinen vielen kommunalen Aufgaben nachkommen zu können. Auf der anderen Seite schätzen die Bürgerinnen und Bürger Rainau als attraktiven Wohnort mit hohem Freizeitwert.

In den vergangenen Jahren hat Rainau durch massive Investitionen in seine Infrastruktur versucht, auch weiter attraktiv zu bleiben. Mit Erfolg wie Bürgermeister Christoph Konle sagt. „Mit den Fördergeldern aus dem ELR-Programm haben wir schon viele wichtige Maßnahmen umsetzen können. Als Gemeinde des ländlichen Raums sind wir auf solche Förderungen angewiesen. Und die Gelder sind bei uns auch gut angelegt“, meinte Konle in seiner Begrüßung der Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch im Rahmen eines Bürgergesprächs im Dorfhaus Saverwang.

Die Vertreterin der Landesregierung hat Rainau einen kurzen Besuch abgestattet. Besonders hat Gurr-Hirsch interessiert, was die Fördergelder in der Praxis tatsächlich bewirkt haben. Mit dem Ergebnis ist die Staatssekretärin zufrieden. „Jeder Euro Fördergeld zieht weitere Investitionsgelder aus dem kommunalen und privaten Bereich mit sich. So vervielfacht sich das Investitionsvolumen und man kann größere Aufgaben angehen“, sagte Gurr-Hirsch. Die ELR-Förderung sei ein Erfolgsmodell für den ländlichen Raum. Die Fördertöpfe sollen auch in Zukunft gut gefüllt bleiben. Sorgen macht der Staatssekretärin die Situation in der Landwirtschaft. Die Bauern haben nicht nur mit einem veränderten Verbraucherverhalten zu tun, welches Auswirkungen auf die Preise der landwirtschaftlichen Erzeugnisse hat. Auch die immer größer werdenden natur- und tierschutzrechlichen Auflagen machen den Landwirten Probleme. Das kann auch Konle bestätigen. „Wir werden in Zukunft ein großes Sterben an landwirtschaftlichen Höfen erleben, wenn politisch nicht bald etwas geschieht“, sagte Konle. Dass Rainau Schwerpunktgemeinde im Land werden möchte, um in den Genuss erhöhter Fördersätze zu kommen, ist in Stuttgart bekannt. Mit dem Besuch der Staatssekretärin ist zumindest ein Signal an Rainau gegangen, dass man die Bewerbung der Gemeinde wohlwollend unterstützt. Aber Rainau steht nur für eine von vielen ländlichen Gemeinden im Ländle, die auf eine finanzielle Unterstützung hoffen.

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