Sanierungsgebiet Schwabsberg wird erweitert

Lesedauer: 4 Min

 Das Sanierungsgebiet Schwabsberg soll erweitert werden. Mit Anliegern will die Verwaltung noch ins Gespräch gehen.
Das Sanierungsgebiet Schwabsberg soll erweitert werden. Mit Anliegern will die Verwaltung noch ins Gespräch gehen. (Foto: Michael Häußler)
Redakteur Digitales

In der jüngsten Rainauer Gemeinderatssitzung hat das Gremium einstimmig weitere Beschlüsse zum Sanierungsgebiet Schwabsberg verabschiedet. Unter anderem soll das Gebiet erweitert werden. Zudem hat der Rat die Planungen für die Platzgestaltungen Schloßberg 23 und Brunnenstraße 3 an das Ellwanger Büro Stadtlandingenieure vergeben.

„Einen Dorfplatz zu gestalten, ist eine tolle Aufgabe für einen Bürgermeister und seine Verwaltung“, sagte Bürgermeister Christoph Konle in der Sitzung. Die Dorfgemeinschaft soll in die Gestaltung einbezogen werden. Auch die Kirchengemeinde Sankt Martin und die Vereine werden dazu ins Boot geholt. Zudem soll es eine Bürgerversammlung geben. Ein Termin steht noch nicht fest.

Die Abbrucharbeiten für den Dorfplatz sollen im kommenden Jahr erfolgen. Die Neugestaltung beginne dann ebenfalls 2019 und soll im darauffolgenden Jahr abgeschlossen sein. Noch in diesem Jahr sollen die Gebäude am Schloßberg 23 und im Gartenweg 3 abgerissen werden. Die freie Fläche in der Brunnenstraße beziehungsweise im Gartenweg wird laut Konle ein neuer Bauplatz.

Bisher müsse die Gemeinde im bewilligten Rahmen 500 000 Euro für die Sanierungsarbeiten bezahlen, sagte Kristin Seifert vom Stadtentwicklungsunternehmen STEG. Von 1,25 Millionen Euro übernehmen Land und Bund im Förderprogramm bisher 750 000 Euro. Der Gemeinderat hat zugestimmt, eine Aufstockung der Fördermittel zu beantragen.

„Aus den Fördermitteln werden alle Maßnahmen, privat und kommunal, bedient“, erklärt Konle auf Nachfrage. Um diesen gerecht werden zu können, soll der Förderrahmen auf rund 1,6 Millionen Euro aufgestockt werden. Rund 650 000 Euro würde davon die Gemeinde tragen.

Auch die Kosten für die Arbeiten am historischen Rathaus fließen in diesen Rahmen – rund 1,4 Millionen Euro schätzt die Verwaltung. „Davon sind rund 85 Prozent förderfähig“, so Konle. Rund 700 000 Euro würden demnach Bund und Land übernehmen. Konle: „Zusätzlich gibt es noch den sogenannten Ausgleichstock des Landes. Darum bewerben wir uns noch. Das wären dann nochmal 200 000 Euro.“ Sanierung und Erweiterung sollen im kommenden Jahr beginnen und bis 2020 dauern.

Planerin: Keine willkürliche Ausdehnung möglich

Die Erweiterung des Sanierungsgebiets beschäftigte Gemeinderat Anton Bühler. „Wie weit kann man das Areal ausdehnen?“, wollte er wissen. Das gehe nach Bedarf und könne jederzeit erweitert werden, antwortete Bürgermeister Konle. „Willkürlich aber natürlich nicht“, ergänzte Seifert.

„Wir müssen die Bürger einbeziehen und sehen, wer Bedarf hat“, so Bühler. Er sehe Bürger benachteiligt, die nicht im Sanierungsgebiet wohnen würden. Mit den Anliegern müsse man sicherlich noch ins Gespräch gehen, erwiderte Konle. Details wolle er aber nicht öffentlich besprechen.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen