Hariolf Fink

Was für eine herzliche Verabschiedung von Rektor Joseph Ott, was für ein herrliches Musical mit dem Titel „Das Fußballwunder“. Der Rektor hat sich zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Grundschule Schwabsberg damit die Krone aufgesetzt.

Mitten im Schulleben, mitten in seinem Element, so erlebte man Joseph Ott bei seiner offiziellen Verabschiedung als Rektor der Grundschule Schwabsberg in der proppenvollen Jagsttalhalle. Viele waren gekommen, um in der „Jagsttalarena“ Fußball hautnah zu erleben. „Applaus, Jubel und Leidenschaft, das erwarten wir bei unserer Vorführung von Euch allen“, rief Ott in die Halle und die vielen Gäste wussten, was sie zu tun hatten. Das Inhalt des Musicals zeigte, dass man nur gemeinsam im Team stark sein kann. Dabei ist es egal, ob ein Junge oder ein Mädchen Fußball spielt. „Ja, wir schaffen das“, war dann auch die einstimmige Botschaft der rund 80 Kinder, die beim Musical mitgemacht haben. Und zum Schluss kam „We are the Champions“. Und die ganze Halle stand auf und machte mit.

Das Kollegium sang zusammen mit allen Kindern: „Unser Rektor Joseph Ott, jetzt muss er leider gehen von Schwabsberg nach Rosenberg, Fußball spielte er auch gern, das Singen war ihm wichtig, viele Jahre war er Chef, jetzt muss er leider geh'n.“ Die Kollegen überreichten ihm ein Trikot mit der Nummer 66, dem Geburtsjahr von Joseph Ott. Rainaus Bürgermeister Christoph Konle sagte: „Wir verlieren einen Rektor mit viel Herz. Bin gespannt, was er in Rosenberg für Musicals auf die Beine stellt“.

Ott hielt die Schule in schwierigen Zeiten auf Kurs

Joseph Ott habe den Kindern vermittelt, dass man gemeinsam viel auf den Weg bringen kann. Er habe die Schule in Rainau zusammengehalten, auch in schwierigen Zeiten, als die Hauptschule weggebrochen sei. Er habe viele Dinge in Bewegung gebracht, so unter anderem den Schulförderverein. Ott hätte sich immer allen Herausforderungen gestellt und hätte diese blendend gemeistert. Das alles sei nur mit viel Herzblut möglich gewesen. Als Geschenk überreichte Konle einen Dirigentenstab, der ihm auch an der Rosenberger Gemeinschaftsschule helfen solle, den richtigen Takt zu finden.

Brigitte Leppe, Lehrerin und Mitglied des Schulfördervereins, sagte: „Wir lassen dich nicht gerne gehen.“ Sie erinnerte an viele Begebenheiten während der Zeit von Joseph Ott an der Rainauer Schule. Als Geschenk überreichte sie einen Korb mit all dem, was Ott in seinen zwölf Jahren auf den Weg gebracht hatte. Schulrat Christian Meinzinger vom Schulamt Göppingen hob in humorvollen Worten den Werdegang Otts hervor. Er sei immer einer gewesen, der gewusst habe, was er wolle, brachte es Meinzinger auf den Punkt. „Wir werden Sie in Schwabsberg vermissen, als Rektor, aber auch als Mensch“, sagte er. Schuldekan Harry Jungbauer gab Ott mit auf den Weg, dass er Mut für die Zukunft haben solle.

Pastoralreferentin Hildegard Seibold dankte Ott für das stets gute Miteinander. Die Tür der Schule in Schwabsberg sei für alle Belange stets offen gestanden. Das sei Rektor Ott zu verdanken. Auch sie überreichte einen Taktstock, der dazu beitragen solle, dass Ott künftig den richtigen Takt beibehalten solle. Die Theater-AG brachte es mit ihrem fast artistischen Vortrag „Time to say Goodbye“ auf den Punkt.

Rektor Joseph Ott sagte zu all dem: „Ich bin total überwältigt von diesem Abschiedsfest, das hätte ich mir nie erträumt.“ Er dankte seinem „Super-Kollegen-Team“, das er schon jetzt vermissen würde. Er gehe mit einem weinenden Auge aus der Gemeinde Rainau. Aber er freue sich auch auf die neue Herausforderung als Rektor an der Gemeinschaftsschule Rosenberg.

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