Der automatische Eierfärber ist explodiert: Das und mehr war im Schwank „Polnische Wirtschaft“ des Liederkranzes Schwabsberg zu
Der automatische Eierfärber ist explodiert: Das und mehr war im Schwank „Polnische Wirtschaft“ des Liederkranzes Schwabsberg zu sehen. (Foto: Daniela Bittner)

Vor ausverkauftem Haus hat der Liederkranz Schwabsberg im Gasthaus „Goldenes Lamm“ das Stück „Polnische Wirtschaft“ aufgeführt. Das Publikum war restlos begeistert.

Die Theaterspielder des Liederkranzes Schwabsberg sind bekannt für ihre gute Stückauswahl. 1924 gegründet, gehört Theater von Beginn an zum Programm. Und auch in diesem Jahr haben die Spieler mit der Komödie „Polnische Wirtschaft“ von Bernd Gombold ein richtiges Händchen gehabt. Was auch daran gelegen haben mag, dass die Schwabsberger den Dreiakter an die Ortschaft Schwabsberg angepasst hatten.

Immer wieder stoßen zur Theatergruppe neue Schauspieler dazu. In diesem Jahr waren es Frank Hahn (Bankdirektor Dr. Peter Profitlich), Bärbel Reeb (Bürgermeisterin Sabine Kleinschmidt-Großhans) und Vinzenz Krieger (Beamter des Arbeitsamtes Heinrich Haargenau), die bei ihrem Debüt hervorragend spielten.

„Polnische Wirtschaft“ ist eine Wirtschaft ohne Wirt. Im Mittelpunkt steht eine kleine Autowerkstatt, der das Wasser bis zum Hals steht. Dringend benötigt wird für die Erweiterung der Werkstatt ein Kredit von der Bank und Baugelände von der Gemeinde. Zur Werkstatt gehört noch ein polnischer Schwarzarbeiter, Kasimir (Andreas Blumenschein), der durch Betrügereien die Werkstatt wieder flott bekommen will.

Parallelen zur Realität?

Für Unterhaltung sorgt Erfinder Matthias Müller, dessen Erfindungen meist nicht funktionieren oder gar explodieren. Einfallsreich sind die Bemühungen der Familie, Kasimir vor dem Beamten des Arbeitsamtes zu verstecken. Eine besondere Erfindung soll die finanzielle Lage retten, aber so, wie die Erfindung beschrieben wird, funktioniert sie leider nicht. Bankdirektor und Bürgermeisterin merken es allerdings erst, als es zu spät ist. Da alle Seiten betrogen haben, einigen sie sich auf einen Kompromiss. Ob manch einer Parallelen zu lebenden Personen auf der Bühne erkannt hat? Wer weiß, verraten hatte es zumindest keiner.

Das Publikum war begeistert vom Stück, aber auch von der meisterhaften Spielweise und sparte nicht mit Applaus. Der erste Vorsitzende Georg Bühler freute sich nicht nur über den ausverkauften Saal, am Ende der Vorstellung ehrte er Daniel Schaffer für langjähriges Theaterspiel. Seit 15 Jahren ist er dabei, in diesem Jahr glänzte er in der Hauptrolle des Manfred Müller, dem Besitzer einer Autowerkstatt.

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