Die Geehrten der Sängergruppe Saverwang mit Rainaus Bürgermeister Christoph Konle (rechts).
Die Geehrten der Sängergruppe Saverwang mit Rainaus Bürgermeister Christoph Konle (rechts). (Foto: Sorg)
Hermann Sorg

Eine Feuerwehrübung im Februar 1958 war die Ursache, dass es eine Sängergruppe Saverwang gibt. Nachdem das angenommene Brandobjekt und anschließend die trockenen Kehlen der Wehrmänner gelöscht waren, entstand diese Idee zur Pflege des heimatlichen Volksgesanges. Im „Rister“, wie die langjährige Saverwanger Gaststätte nach deren Inhaber kurz und knapp genannt wurde, fanden sich 17 Feuerwehrmänner bereit, neben der Löschgruppe eine Sängergruppe zu gründen.

So begann der Vorsitzende Josef Hügler den Chronikteil des Jubiläumsabends im Saverwanger Dorfhaus. „In sechs Jahrzehnten hat es bis heute nur drei Vorsitzende und nur vier Chorleiter gegeben – gibt es ein schöneres Zeichen der Kontinuität und des Zusammenhalts in unserer Dorfgemeinschaft“, betonte er. Hügler nannte besonders Anton Kurz, der über 40 Jahre die Geschicke der Sängervereinigung leitete und Adolf Dunkel, der 32 Jahre den Männerchor dirigierte.

Ins Dorfleben integriert

Wie sehr die Sängergruppe ins Dorfleben integriert ist, zeigt sich im aktuellen Terminkalender, wo 2018 neben den wöchentlichen Chorproben 14 Auftritte innerhalb der Dorfgemeinschaft auf dem Plan stehen. Der stellvertretende Vorsitzende des Bezirks Ellwangen im Eugen-Jaekle-Chorverband, Reinhard Nickel, lobte das langjährige ehrenamtliche Engagement aller Sänger und Funktionsträger im Verein, das über Generationen hinweg in Saverwang bestens funktioniert. Bürgermeister Christoph Konle meinte, dass man in Saverwang einen lebenden Generationenvertrag habe. „Ihr macht einfach alles richtig, ihr geht ehrlich miteinander um und ihr vermittelt dadurch bleibende Werte.“

Seit Gründung der Sängergruppe 1958 singen im Männerchor der (mittlerweile) Ehrenvorsitzende Anton Kurz und das Ehrenmitglied Benedikt Köder. Sie wurden mit einer Urkunde und einem Bild der Saverwanger Sankt-Christopherus-Kapelle ausgezeichnet. Mit dem Saverwanger Krug wurden für 40 Jahre Chorgesang Gerhard Schäfer und für 25 Jahre Singen im Chor Manfred Bäuerle geehrt.

Fördernde Mitglieder seit Vereinsgründung sind Georg Biber, Josef Hügler sen., Josef Kurz, Franz Maier, Hariolf Maier, Franz Reeb und Ferdinand Rister; sie erhielten den Sängerkrug und eine Urkunde. Roland Koch und Kaspar Ilg wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft, Josef Brenner für 40 Jahre, Franz-Xaver Köder für 30 Jahre und Albert Schíele für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt. Jasmin und Jule Bäuerle singen seit zehn Jahren im Kinderchor, Maxin Kohnle, Leo Ehrmann, Simon Hügler, Johannes Köder und Florian Reeb fünf Jahre. Auch sie erhielten unter großem Beifall ein Erinnerungsgeschenk.

Einiges an Lokalkolorit

Eingeleitet hatte den Jubiläumsabend der Männerchor unter der Leitung von Hans Kucher, der seit 1999 Chorleiter ist und auch den Kinder- und Jugendchor dirigiert. Letzterer bekam viel Beifall für sein Dorfrockerlied „Ich bin ein Dorfkind“, bei dem einiges an Lokalkolorit herauszuhören war. Gemeinsam intonierten die Saverwanger Chöre „We are the world“ und „Im Dorf, wo ich geboren bin“.

Zu Gast war der Männerchor Eggenrot, dirigiert von Markus Kuhn, der seit Gründungszeiten Patenchor der Saverwanger Chorvereinigung ist. Als Zeichen der langen Freundschaft gratulierten die Eggenroter mit 60 Liter Bier, das der dortige Vorsitzende Günter Herrschlein in einem Bollerwagen auf die Bühne zog. Gemeinsam mit Saverwang verabschiedeten sie sich mit dem „Abendfrieden“ und „Von fern klingt leise eine Melodie“. Am Klavier begleitete Joachim Gschwender.

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