Redakteurin Virngrund

Rainaus Kämmerin Ingrid Basch hat in der jüngsten Sitzung des Gemeinderat den Haushaltszwischenbericht für das laufende Jahr vorgelegt und dabei eine insgesamt zufriedene Bilanz gezogen.

Die Einnahmeseite der Gemeinde entwickele sich bislang recht positiv, einzig bei den Gewerbesteuern laufe es derzeit nicht so wie erhofft, sagte Basch. Geplant habe die Gemeinde mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Bislang seien aber nur 243 412 Euro geflossen; halte der Trend unverändert an, würde der Haushaltsansatz bei der Gewerbesteuer doch deutlich verfehlt. Dann würden am Ende des Jahres 2018 womöglich nur 594 177 Euro an Gewerbesteuereinnahmen erzielt, kündigte Basch an.

Das sei aber kein Grund zu größerer Besorgnis, betonte Basch. Durch Mehreinnahmen an anderer Stelle, etwa bei der Grundsteuer oder auch den Zuweisungen von Bund und Land sowie Minderausgabe bei der Gewerbesteuerumlage, würde sich vermutlich „nur noch“ ein Einnahmedefizit von rund 328 000 Euro ergeben Und das könne durch Einsparungen, etwa beim Grunderwerb, ausgeglichen werden. Gleichwohl seien die finanziellen Spielräume für das laufende Jahr gering, sagte Basch.

Bürgermeister Christoph Konle schloss sich Baschs Ausführungen an. Der Haushaltszwischenbericht sei kein Grund, den „Kopf in den Sand zu stecken“. „Wir stehen finanziell sehr gut da, uns muss nicht bange sein“, betonte Konle.

Der Haushaltszwischenbericht wurde vom Gremium dann auch ohne größere Diskussion einmütig zur Kenntnis genommen.

Jahresrechnung 2017 verabschiedet

Einstimmig verabschiedet wurde vom Gremium auch die Jahresrechnung 2017. Wie Kämmerin Basch zuvor ausgeführt hatte, sei das Haushaltsergebnis im vergangenen Jahr überaus positiv ausgefallen, unter dem Strich seien 100 000 Euro mehr eingenommen worden als geplant. Gleichzeitig habe die Gemeinde aber auch in erheblichem Umfang investiert, was sich letztlich auch im Haushaltsvolumen 2017 widerspiegele – das umfasste im vergangenen Jahr nahezu 12 Millionen Euro. „Das könnte in der Geschichte Rainaus ein neuer Rekordhaushalt gewesen sein“, mutmaßte Kämmerin Basch.

Aufgrund der enormen Investitionen, vor allem in kostspielige Tiefbaumaßnahmen, wie zum Beispiel die Erschließung des Baugebiets Pfahl, habe die Gemeinde auf ihre Rücklagen zurückgreifen müssen. Die allgemeine Rücklage der Gemeinde Rainau sei zum Ende des Jahres 2017 auf 544 577 Euro gesunken (Anfang 2017: 884 779 Euro). Auch eine zusätzliche Kreditaufnahme in Höhe von 157 000 Euro sei erforderlich gewesen, damit sei der Schuldenstand (deckungsmäßig) Ende 2017 auf 1,347 Millionen Euro gestiegen, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 409 Euro entspreche.

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