Heidenheims Offensivspieler Robert Leipertz (vorne) beantwortete den beiden Neuntklässlern Nico Fister und Felix Knaus zahlreich
Heidenheims Offensivspieler Robert Leipertz (vorne) beantwortete den beiden Neuntklässlern Nico Fister und Felix Knaus zahlreiche Fragen rund um den Fußball. (Foto: DPA/Thomas Kienzle)
Nico Fister und Felix Knaus und Klasse 9a und Ernst-Abbe-Gymnasium Oberkochen

Oberkochen /Heidenheim (zt) - Nach einer privaten Führung von Gabriel Wagner, Medienangestellter des Fußball-Zweitligisten FC Heidenheim, durch den Presse- und VIP-Bereich der Heidenheimer Voith-Arena, durften die beiden Neuntklässler Nico Fister und Felix Knaus ein Interview mit dem 27-jährigen Offensivspieler Robert Leipertz führen. Leipertz beantwortete Fragen über sich selbst, den FC Heidenheim, seine Ziele, und andere Themen rund um den Fußball – noch vor Ausbruch der Corona-Pandemie.

Zum Einstieg antwortet der Stammspieler auf die Frage, wie er sich beim FCH fühle und wer die Person aus dem Verein ist, mit der er intern am besten klarkommt. Er sei sehr froh darüber, nach seinem Wechsel von Ingolstadt, von wo er verletzt transferiert worden ist, seit einem knappen Jahr wieder gesund und fit zu sein. Seine aktuelle Situation erinnert ihn an die Jahre 2014 bis 2016, in denen er ebenfalls schon für die Schwaben aufgelaufen ist: „Ich fühle mich genauso wie früher in meiner ersten Zeit beim FCH.“

So traf er nach seinem zweiten Wechsel nach Heidenheim auch noch auf viele alte Freunde. Von diesen sind Maurice Multhaup und Sebastian Griesbeck seine besten Freunde. Zu Sebastian Griesbeck sei der Kontakt nie wirklich abgerissen, erklärt Leipertz.

Zur aktuellen Lage des FC Heidenheim, der momentan auf Platz vier in der zweiten Bundesliga mit drei Punkten Rückstand auf den Drittplatzierten Hamburger SV steht, und auf die Frage, ob der Aufstieg in die erste Bundesliga in seinen Augen möglich wäre, antwortet der gebürtige Jülicher: „Es ist definitiv machbar, aber keiner im Verein träumt zu viel davon.“ Die Ausgangsposition sei „ordentlich“, da die direkten Konkurrenten noch öfter gegeneinander spielen müssen. In erster Linie müssen die Heidenheimer nach ihren eigenen Spielen schauen und man könne erst von Chancen reden, wenn man am Ende der Saison immer noch in dieser guten Ausgangslage stehe. „Wir sind nie mit der Zielsetzung in die Saison gegangen, aufsteigen zu müssen. Jedoch wollen wir die Chance definitiv wahrnehmen. Finanzielle Mittel sind das geringste Problem“, bestätigt der Offensivmann in Bezug auf die Vereinsführung und Zielsetzung.

Für einen größeren Rückschlag bei diesem Aufstiegsrennen hat der Tabellenletzte Dresden gesorgt, wo die Schwaben nur einen Punkt aus zwei Spielen geholt haben. Das sieht auch der Profi so, dem dieses Spiel in dieser Saison persönlich am schwersten gefallen ist.

Sympathisch reagiert Leipertz auf die Frage, welche besonderen Rituale er vor dem Spiel habe. Er gibt schmunzelnd zu, dass er gerne Schlagermusik hört, um locker zu werden.

Auf die ernstere Frage nach der Einstellung zu den Ultras reagiert der Fußballprofi, der selbst unterstützungsfreudige Bekannte in der Fanszene hat, mit klaren Worten: „Ultras, die Pyrofackeln zünden, beleidigen oder Schmäh-Plakate präsentieren sind Chaoten. Allerdings sind das nur vereinzelte Personen, die meinen, dem Verein schaden zu müssen. Der Großteil, wie auch meine Bekannten, sind nur im Stadion, um den Verein zu unterstützen.“

Für ihn sei es nicht selbstverständlich, dass Fans auf Auswärtsfahrten zur Unterstützung mitgehen. Vor ihnen habe er großen Respekt. Sehr selbstbewusst schildert Robert Leipertz auf die Schmähungen gegen Dietmar Hopp und Rassismus in den Stadien: „Ich würde den Spielbetrieb sofort einstellen, man muss eine klare Kante zeigen und, falls nötig, das Spiel abbrechen.“ Das ist seine deutliche Meinung, wenn dies in seiner Gegenwart geschehen sollte.

Zum Abschluss gibt Robert Leipertz preis, dass er in seiner Freizeit gerne mit seinem Hund in der Natur unterwegs ist und öfter auch Playstation spielt.

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