Zeiss baut in Jena Hightech-Komplex

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 So sieht der Neubau aus, den Zeiss bis 2023 in Jena errichten will.
So sieht der Neubau aus, den Zeiss bis 2023 in Jena errichten will. (Foto: Zeiss)
Aalener Nachrichten

Zeiss hat das Ergebnis des Architekturwettbewerbs zur Errichtung seines neuen Hightech-Standortes in Jena vorgestellt. Ziel sei es, am Gründungsstandort des Unternehmens einen Hightech-Komplex zu schaffen, der alle für Zeiss notwendigen Funktionen auf moderne und vernetzte Weise integriert, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns.

„Dieser Entwurf repräsentiert Zeiss als kraftvolles, integriertes aber gleichzeitig für Offenheit und Vernetzung stehendes Unternehmen“, sagte Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG, bei der Vorstellung des Entwurfs in Jena. Die von geforderten Attribute Offenheit, Modernität und Flexibilität seien durch die Gebäudestruktur, die Oberflächengestaltung und Formensprache gut umgesetzt. Skalierbarkeit und Flexibilität, die auch noch in weit über 30 Jahren gute Arbeitsbedingungen ermöglichen sollen, seien integrale Bestandteile des Konzeptes. Mit dem Neubau könne sich der Gründungsort von Zeiss als führender Innovationsstandort auch weltweit wieder sehen lassen.

Den Beschluss für das nun vorliegende Konzept war ein städtebaulicher Ideenwettbewerb vorausgegangen, an dem fünf international tätige Architekturbüros teilgenommen haben. Das Architekturbüro Nething konnte den Wettbewerb für sich entscheiden. Es hat seinen Hauptsitz in Neu-Ulm und weitere Büros in Leipzig und Berlin. Der Hightech-Komplex zeichnet sich durch eine vernetzte Architektur sowie eine flexible und skalierbare Bauweise aus. Die Gebäudestruktur gliedert sich in zwei in den Berghang integrierte Grundgeschosse für Fertigung, Labore und Infrastruktur sowie sieben darauf aufgesetzte Korpusse.

Die oberen Gebäudeteile bilden ein in alle Richtungen vernetztes Areal und werden Büroflächen aufnehmen. Zwei überdachte Atrien reichen von der oberen Dachebene bis auf die Grundplatten und bringen so viel Licht in alle Funktionsbereiche. Indem sie alle Ebenen verbinden, sorgen sie für offene, sichtbare Kommunikationsräume.

Vernetzte Formen, die verwendeten Materialien sowie Anleihen an Prismenoptiken und Strahlenverläufe spiegeln gleichermaßen die Zeiss-Geschichte und Markenwerte wider: Präzision, Innovation, Transparenz und Modernität. Weiß beschichtetes Metall bestimmt neben viel Glas die Fassaden. Begrünung der Dächer und entsprechend gestaltete Außenanlagen schaffen einen engen Bezug zur Natur des Saaletales. Ein integriertes Veranstaltungsforum mit einem für mindestens 500 bis 750 Personen soll der Stadt sowie externen Institutionen und Partnern offenstehen. Bis 2023 soll der Neubau realisiert werden, der die bisherigen Jenaer Standorte von Zeiss zusammenführt. Ausgelegt ist das Gebäude auf insgesamt bis zu 2500 Mitarbeiter.

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