Unfall der Narrenzunft überschattet Neujahrsempfang

Lesedauer: 4 Min
 Der Neujahrsempfang der Stadt Oberkochen wurde von dem schweren Unfall am Freitag auf der B19 überschattet. Die Gedanken von Bü
Der Neujahrsempfang der Stadt Oberkochen wurde von dem schweren Unfall am Freitag auf der B19 überschattet. Die Gedanken von Bürgermeister Peter Traub (Dritter von links), Vertretern aus Politik und Wirtschaft sowie Ehrenbürgern der Stadt Oberkochen galten den zwei toten Fahrern sowie den beiden Schwerverletzten der Narrenzunft Oberkochen. (Foto: Edwin Hügler)
Edwin Hügler

„Nicht alle hatten einen guten Start ins neue Jahr“, mit diesen Worten hat der Oberkochener Bürgermeister Peter Traub die rund 130 Gäste am Sonntag zum Neujahrsempfang der Stadt und des Gewerbe- und Handelsvereins im Rathaus begrüßt. Er meinte damit den schweren Verkehrsunfall am Freitag auf der B19 bei Königbronn mit den zwei toten Fahrern sowie zwei Schwerverletzten der Narrenzunft Oberkochen.

Der Bürgermeister wünschte den Verletzten eine gute Besserung und legte für die beiden Verstorbenen eine Gedenkminute ein. In seiner weiteren Rede wunderte sich Traub über den Pessimismus, der in Deutschland vorherrsche. Man sei das Land mit den kleinsten Sorgen und dem größten Wohlstand, trotzdem würden viele in eine Hysterie verfallen. Es habe den Anschein als wollten manche Leute das Land ruinieren, um die Welt zu retten. Zugleich sei ein Verfall von Werten sowie die Erosion von Gesellschaft und Politik zu beobachten. Dies mache ihm große Sorgen.

Zusammen Probleme lösen

In Bezug auf die Entwicklung von Oberkochen gab sich der Bürgermeister sehr optimistisch. Dank hoher Steuereinnahmen aus der dynamischen Wirtschaft gehe es der Stadt sehr gut. Man werde in den nächsten fünf Jahren zirka 100 Millionen Euro investieren. Im Einzelnen nannte Traub das neue Sportzentrum mit Hallenbad und Sporthalle, eine neue Veranstaltungshalle bei der Dreißentalschule, das Schulzentrum, den Bau einer neuen Kindertagesstätte zusammen mit der Firma Zeiss und Straßensanierungen. Traub äußerte sich dankbar für die stabilen Verhältnisse in Oberkochen. Im intakten sozialen Miteinander könne man die gesteckten Ziele erreichen und die Probleme lösen.

Der neue Vorsitzende des Gewerbe- und Handelsvereins (GHV), Hendrik Gausepohl, sieht in der Neuen Mitte ein sehr wichtiges Projekt. Hier entstehe ein attraktives Begegnungszentrum. Im Hinblick auf die Aktivitäten des GHV kündigte er für den 29. März das Frühlingsfest mit verkaufsoffenem Sonntag an. Außerdem war zu erfahren, dass Kerstin Gangl bei der nächsten Mitgliederversammlung zur zweiten Vorsitzenden des GHV gewählt werden soll.

Kabarettist Werner Koczwara nahm die Juristerei gehörig auf die Schippe. Im Gegensatz zur Bibel gebe es keine deutsche Übersetzung des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), im Reiserecht komme es schon einmal zu Klagen wegen der fehlenden Lebensgefahr im Urlaub und ein schwäbischer Finanzbeamte habe einmal ein Toilettengang-Tagebuch geführt, um die Gänge aufs stille Örtchen von der Steuer absetzen zu können. Dies sei ihm vom Gericht jedoch verwehrt worden.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen