Symbolischer Baubeginn für „Neue Mitte“ und „Schulzentrum“

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Aalener Nachrichten

Oberkochen (an) - Auch der heftige Schneesturm am Montagvormittag hat der Freude in Oberkochen keinen Abbruch getan: Zuerst erfolgte der symbolische Spatenstich für den zentralen Stadtplatz „Neue Mitte“, danach ging es für Bürgermeister Peter Traub, Stadträte, Architekten, Planer, Firmenvertreter und Verwaltungsmitarbeiter zur Dreißentalschule. Dort wird in den kommenden Jahren ein neues Schulzentrum mit Mensa und Sporthalle entstehen.

In den nächsten rund 15 Monaten wird zwischen der katholischen Kirche und der Stadtbibliothek, der ehemaligen evangelischen Kirche, für zirka 2,8 Millionen Euro ein zentraler Platz entstehen, den Oberkochen in dieser Form noch nie hatte, sagte der Bürgermeister. „Der neue Platz ist ein wichtiges Projekt, weshalb wir uns für die Detailplanung viel Zeit genommen haben“, betonte er und hob die gute Zusammenarbeit mit dem Mühlenverein und der katholischen Kirchengemeinde hervor.

Der Platz mit einer Fläche von rund 1100 Quadratmetern und Raum für bis zu 600 Personen wird den Bereich zum Kocher und das Mühlen-Ensemble einbeziehen. Kirche und Stadtbibliothek bilden dabei die markanten Fassungspunkte.

Beim Sanierungsgebiet „Neue Mitte“ handelt es sich um ein 4,6 Hektar großes Areal zwischen der Aalener Straße und dem Bereich um die Dreißentalschule. Für Sanierungsmaßnahmen stehen dort Zuschüsse von rund 1,6 Millionen Euro von Bund und Land bereit.

Dreißentalschule: „Hey, alles neu!“

Weiter ging es zum nächsten Großprojekt. „Stadt und Gemeinderat haben sich viele Gedanken gemacht, um den richtigen Standort und die beste Lösung für das künftige Schulzentrum zu finden“, sagte der Bürgermeister beim Spatenstich an der Dreißentalschule, dem eine riesige Schülerschar beiwohnte. Die beste Lösung, so die Mehrheit des Gemeinderats, das ist der Bau eines Schulzentrums im Dreißental inklusive Mensa.

Auch die bestehenden Schulgebäude werden dabei saniert und im Dachgeschoss ausgebaut. Hinzu kommt der Neubau einer Sport- und Veranstaltungshalle im Dreißental. Insgesamt 21,3 Millionen Euro lässt sich Oberkochen die Investition in Bildung und Kinder kosten. Innerhalb der nächsten zweieinhalb Jahre soll ein Komplex entstehen, der keine Wünsche offen lässt. So ist der Umzug der Tiersteinschule in die Dreißentalschule für das Schuljahr 2021/2022 geplant.

Wie Schulleiter Michael Ruoff sagte, seien er, das Kollegium und die Schüler „glücklich und stolz, dass wir eine neue Schule bekommen, die den Erfordernissen an eine Gemeinschaftsschule gerecht wird.“ Mit dem Transparent „Hey, alles neu“ sowie in leuchtenden Schutzwesten gekleidet, unterstrichen die Schüler ihre Vorfreude auf ihre Weise.

Wie Michael Ruoff hob auch Architekt Mathis Tröster hervor, dass man an der richtigen Stelle am richtigen Ort investiere. Landtagsabgeordneter Winfried Mack erinnerte daran, dass Oberkochen mit Gymnasium und Gemeinschaftsschule ein wichtiger Schulstandort in der Region sei, „der optimale Bedingungen im Bildungswesen und damit für Familien bietet.“ Nicht nur Winfried Mack konnte die große Begeisterung bei den Schülern, die für die Gäste in der Halle noch einen passenden Rap aufführten, spüren. Und der Rektor ergänzte: „In Oberkochen kann man sehr gut arbeiten. Ich freue mich darauf, bald eine richtige Gemeinschaftsschule zu haben. Es wird Zeit, dass wir Beton riechen.“

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