Ostalbherz schlägt in Oberkochen

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Flex, Selle, Manne und Benny (von links), besser bekannt als Herrn Stumpfes Zieh & Zupf Kapelle, in Oberkochen.
Flex, Selle, Manne und Benny (von links), besser bekannt als Herrn Stumpfes Zieh & Zupf Kapelle, in Oberkochen. (Foto: Edwin Hügler)
Edwin Hügler

Sie spielen rund 20 Instrumente, haben das schwäbische Herz am rechten Fleck und sind auf der Ostalb längst Kult: Herrn Stumpfes Zieh & Zupf Kapelle. Im Rahmen ihrer „Nix wie no“-Tour haben die vier Aalener Musiker mit ihrer skrupellosen Hausmusik auch das Publikum in Oberkochen begeistert. In der voll besetzten Dreißentalhalle herrschte über zwei Stunden lang Hochstimmung.

Die Stumpfes, das sind Manfred „Manne“ Arold, „Benny“ Jäger, Michael „Flex“ und Marcel „Selle“ Hafner. Sie haben den Rhythmus im Blut, beherrschen ihre Instrumente perfekt und sind auch als Sänger durchaus hörenswert. Ihre Lieder, inspiriert von Blues und Rock, Country, Schlagern und Volksmusik, spiegeln die knitze schwäbische Seele wider: Da bleibt kein Auge trocken, wer da nicht lacht, dem ist nicht mehr zu helfen.

Witziges aus Upfingen

So beginnt das Ganze mit „Mir send a oifacha Kapell“ und mit „Heut nemme ond morga ned glei“ – ein Ausdruck der ganz besonderen schwäbischen Gemütlichkeit. Wenn der „Muggagittermo“ kommt wird es lustig, und auch wenn die Stumpfes ihre Erlebnisse in Upfingen auf der schwäbischen Alb erzählen, ist das Publikum köstlich amüsiert.

Flex singt ein Lied vom Cannstatter Wasen: „Wenn du willst bin i dei Schneggle ond du mei Teddybar“, Benny spielt die Trompete als Signalinstrument und im Stück „Was ma nett alles sott“ klatscht das Publikum rhythmisch mit. Da durfte dann das Werfen der legendären Vesperbrote in die Zuschauerränge nicht fehlen.

Eine Premiere erlebte die altehrwürdige Dreißentalhalle, als die Stadtkapelle Oberkochen unter der Leitung von Hans-Gerd Burr zusammen mit den Stumpfes die Hymne „Ostalbherz“ intonierte „Do bei Dir auf d’r Ostalb, fühl i mi ganz bei mir“.

Bei „Er goht heut fremd“ verkündeten die Stumpfes: „Fremd gehe geht net, außer du hosch an ganza Dracha dohoim“.Ein köstliches Lied war auch die „Biene Maja“, in dem Sabine wieder von der Koslowski zur Maier wird.

Der ganz Saal stand kopf, als die Stumpfes ihr berühmtes „Bemberle“ sangen. Und ganz zum Schluss hieß es; „Komma senn mir als Fremde, ganga senn mir als Freunde“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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