Oberkochener feiern ihr 40. Stadtfest

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 Viel Spaß hatte und machte die „Zwergengarde“ der Narrenzunft Oberkochen.
Viel Spaß hatte und machte die „Zwergengarde“ der Narrenzunft Oberkochen. (Foto: Edwin Hügler)
Edwin Hügler

Die Hitze hat sich zwar als Spielverderber versucht und für fast leere Bänke in den Mittagsstunden gesorgt, doch an den Abenden haben die Oberkochener am Wochenende fröhlich und lebendig auf dem Eugen-Bolz-Platz ihr 40. Stadtfest gefeiert.

Dabei standen Musik, Show und Tanz im Vordergrund. Gern gesehene Gäste waren auch Gruppen aus den Partnerstädten Dives-sur-mer (Frankreich) und Montebelluna (Italien) sowie aus dem ungarischen Kocs.

Bei der offiziellen Eröffnung am Freitag zeigte sich Bürgermeister Peter Traub bestens gelaunt. Kein Wunder, denn zum einen konnte er verkünden, dass es dieses Jahr im Gegensatz zum Vorjahr wieder Bratwürste gebe und somit der „Weltuntergang“ abgewendet sei, zum anderen überließ er die schwierige Aufgabe des Fassanstichs Winfried Mack. Der Landtagsabgeordnete präsentierte sich dabei souverän und setzte drei gezielte Schläge – und der edle Gerstensaft floss in Strömen. Es versteht sich, dass der Bieranstich von der Stadtkapelle Oberkochen unter der Leitung von Hans-Gerd Burr musikalisch begleitet wurde.

Die Stadtkapelle zeigte sich überhaupt bei diesem Stadtfest enorm in Form. Die Musikerinnen und Musiker spielten am Freitagabend flott auf und unterhielten die zahlreichen Gäste mit einem bunten volkstümlichen Repertoire. Auch am späten Samstagnachmittag sorgte die Kapelle für gute Stimmung.

Am Abend spielten die Partyböcke aus dem Allgäu. Die zehnköpfige Band machte ihrem Namen alle Ehre und begeisterte das Publikum mit Rockklassikern, Schlagertiteln, aber auch mit Hits wie „Skandal um Rosi“, Falcos „Amadeus“ oder Titeln von Tina Turner, Andreas Gabalier und Helene Fischer.

Weitere Garanten für flotte Unterhaltungsmusik waren an den Festtagen die Band The Quips, die Ost-albböhmischen und die Frankenräuber. Zu den Showstars zählte Helene Gadek, die dieses Jahr bei der Fernsehsendung „The Voice Kids“ für Furore gesorgt hatte. Sie gab ein kleines Live-Konzert und sang unter anderem „Moonriver“. Mit von der fröhlichen Partie waren auch die Tanzgruppen Mini Dancer, Happy Dancer und Second Step des Sportvereins Ebnat und die Zwergengarde der Narrenzunft Oberkochen.

Den besinnlichen Teil des Oberkochener Stadtfestes bildete der Gottesdienst in der Versöhnungskirche. Pfarrer Ulrich Marstaller hob in seiner Predigt hervor, dass die wirklich wichtigen Dinge im Leben wie Glück, Vertrauen und Gemeinschaft nicht durch Geld zu erreichen seien. Oberkochen wünschte er nicht nur eine reiche, sondern auch eine glückliche Stadt zu sein. Der Gottesdienst wurde von Dorothee Schaub an der Orgel und von Albert Schwarz mit dem Saxofon musikalisch gestaltet.

Ein fester Bestandteil des Stadtfestes in Oberkochen ist inzwischen auch das Biker-Treffen, zu dem diesmal rund 40 Motorradfahrer gekommen sind. Edgar Hausmann betonte, dass man beim Motorradfahren Vorsicht walten lasse, damit keine Unfälle passierten. Pfarrer Andreas Macho sprach ein Gebet und segnete die Motorradfahrer anschließend beim Vorbeifahren am Rupert-Mayer-Haus.

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