Oberkochen erhält eine „Neue Mitte“

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So soll die „Neue Mitte“ in Oberkochen einmal aussehen.
So soll die „Neue Mitte“ in Oberkochen einmal aussehen. (Foto: Archiv: Stadt Oberkochen)

Die Oberkochener können sich auf einen neuen attraktiven Platz freuen: die „Neue Mitte“. Der Gemeinderat hat jetzt die Entwurfsplanung für den Platz zwischen der katholischen Kirche und der Stadtbibliothek bewilligt und den Baubeschluss gefasst. Die Kosten belaufen sich auf 2,3 Millionen Euro.

Neu gegenüber den bisher bekannten Plänen ist vor allem ein Wasserspiel „Fontänenfeld“ in der Mitte des Platzes. Insgesamt eignet sich nach Auskunft von Architektin Magdalena Bloss die „Neue Mitte“ im oberen Bereich an der Aalener Straße hervorragend für einen Wochenmarkt und für Feste. Es könnten problemlos 350 Sitzplätze geschaffen werden. Die Technik für Feste sei in der Stadtbibliothek vorhanden und könne bei Bedarf in der „Neuen Mitte“ genutzt werden.

Im unteren Bereich am Kocherkanal stehen viel Grün und eine Bepflanzung mit Bäumen im Vordergrund. Zwischen dem Fußweg und den Gewässerrandstreifen soll ein Erholungsbereich geschaffen werden. Den Kocherkanal will man erlebbar machen und deutlich aufwerten. Insgesamt sieht das Konzept einen parkähnlichen Charakter und eine grüne Achse durch Oberkochen vor.

Zu den Kosten sagte Magdalena Bloss, dass man derzeit von 2,3 Millonen Euro ausgehe, dies seien 600 000 Euro mehr als bei der letzten Kostenschätzung vor einem Jahr. Sie begründete diese Steigerung mit dem Wasserspiel „Fontänenfeld“ (230 000 Euro), mit der Fußgängerbrücke Kocherkanal (50 000 Euro) und mit Maßnahmen am Edith-Stein-Haus (40 000 Euro). Außerdem rechne man mit 280 000 Euro mehr an Deponiekosten, da bei Bodenuntersuchungen starke Verunreinigungen festgestellt worden seien.

Rainer Kaufmann (CDU) regte an, ein Ausschankhäuschen mit Theke und Spüle einzuplanen. Hier könnten dann Vereine beim Wochenmarkt eine Bewirtung anbieten. „Die Vereine tun schon genug und haben jetzt schon zu wenig freiwillige Helfer“, sagte Peter Beck (FBO).

Richard Burger (SPD) schlug vor, die Partnerschaftseiche vom Mühlenareal in die „Neue Mitte“ zu verpflanzen und Michel le Maire (CDU) hatte die Idee, Skulpturen oder Kunstwerke aufzustellen. Bernd Kresse (FBO) findet den Platz zwar toll, aber zu teuer. Letztlich fasste der Gemeinderat mit einer Gegenstimme (Bernd Kresse) den Baubeschluss. Zum zeitlichen Ablauf war zu erfahren, dass nächstes Jahr die Tiefbauarbeiten beginnen sollen, die Fertigstellung ist für 2020 geplant.

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