Lichterfest in Mátészalka

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Ein Handschlag zwischen den beiden Bürgermeistern Péter Hanusi und Peter Traub erneuert die Städtepartnerschaft zwischen Mátész
Ein Handschlag zwischen den beiden Bürgermeistern Péter Hanusi und Peter Traub erneuert die Städtepartnerschaft zwischen Mátészalka und Oberkochen (Foto: Stadt Oberkochen)
Aalener Nachrichten

Anlässlich des zehnjährigen Städtepartnerschaftsjubiläums sind Bürgermeister Peter Traub, der Vorsitzende des Vereins für Städtepartnerschaften, Roland Seimetz, sowie eine Delegation des Gemeinderats in die ungarische Partnerstadt Mátészalka gereist. Dort feierte man zugleich das traditionelle „Fest des Lichts“, das an die Einführung des ersten elektrischen Lichts in Ungarn vor nunmehr 130 Jahren erinnert.

Der Unternehmer Jakob Schwarz aus Mátészalka kaufte im Jahr 1888 einen Dynamo und versorgte damit nicht nur Teile seiner Fabrik und seines Wohnhauses, sondern auch die neu errichteten Laternen in seiner Straße mit elektrischer Energie. Noch heute erinnert eine historische Straßenlaterne aus dieser Zeit an die Anfänge der „elektrischen Revolution“ Ende des 19. Jahrhunderts.

Aus Anlass des Städtepartnerschaftsjubiläums pflanzten die beiden Bürgermeister Péter Hanusi und Peter Traub an der deutschen Minderheitenschule, der István-Széchenyi-Schule, eine Eiche. Sie soll Symbol einer starken und dauerhaften Freundschaft zwischen den beiden Städten Mátészalka und Oberkochen sein. Bürgermeister Péter Hanusi erinnerte dabei an die Einführung des elektrischen Lichts in Mátészalka und die Weitsicht, die damit verbunden war. Dies gelte auch für die Städtepartnerschaft, die weit in die Zukunft strahlen werde. Bürgermeister Traub zog eine Parallele zur frisch gepflanzten „Partnerschaftseiche“ und verband damit seinen Wunsch, dass die Städtepartnerschaft zwischen Mátészalka und Oberkochen wachsen und zu einem starken und festen Band zwischen den beiden Städten und ihren Menschen werden möge.

Auf dem Besuchsprogramm stand auch ein Treffen mit den Vertretern der deutschen Minderheit im Gebiet Szatmár. Vendel Konczili, Vorsitzender der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung, betonte, wie wichtig die Verbindung zwischen den beiden Städten Mátészalka und Oberkochen insbesondere für die deutsche Minderheit sei. Schon die symbolische Bedeutung gebe den Menschen Kraft und Motivation, ihre Wurzeln zu bewahren und zu pflegen. Bürgermeister Peter Traub sicherte auch für die Zukunft die Unterstützung der Stadt Oberkochen zu, für die die Verbindung zur deutschen Minderheit im Gebiet Szatmár ein wichtiger Bestandteil der Städtepartnerschaft sei.

Die Städtepartnerschaft zwischen der ungarischen Stadt Mátészalka und der Stadt Oberkochen wurde im Jahr 2008 begründet. Im Jahr 2018 schloss der Ostalbkreis eine Kreispartnerschaft mit der rumänischen Region Satu Mare

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