Kommentar zu Oberkochens Finanzen: Immer an die Folgen denken

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Einige im Haushalt 2016 eingeplante Vorhaben sind noch nicht erledigt. Das dafür eingeplante Geld wurde übertragen.
Einige im Haushalt 2016 eingeplante Vorhaben sind noch nicht erledigt. Das dafür eingeplante Geld wurde übertragen. (Foto: dpa)
Viktor Turad
Freier Mitarbeiter

Bürgermeister und Kämmerer deutlich größerer Städte als Oberkochen könnten vor Neid erblassen angesichts der Zahlen, die Bürgermeister Peter Traub in seiner Haushaltsrede am Montag genannt hat.

Fast 50 Millionen bringt Oberkochen allein die Gewerbesteuer ein. Das ist ein Wort. Die Stadt kann kräftig investieren, muss dabei nicht einmal Schulden machen und kann sogar noch fünf Millionen Euro für schlechtere Zeiten zurücklegen. Und die werden aller Erfahrung nach irgendwann kommen. Deshalb hat der Bürgermeister mit seiner Mahnung absolut Recht, jetzt nicht übermütig zu werden und sich bei den neuen Vorhaben nicht auf die Baukosten zu kaprizieren, sondern immer an die Folgen zu denken, an die Kosten also, die zwangsläufig Jahr für Jahr anfallen, auch wenn die Investition längst abgerechnet ist. Die Stadt muss sich also so verhalten wie der kluge, vorsichtige Schwabe.

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