Helene Dingler hilft Comboni-Missionaren

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 Kinder bekommen Bildung und Nahrung auf der Missionsstation der Ellwanger Comboni-Missionare in Uganda. Das Team der Seegarten
Kinder bekommen Bildung und Nahrung auf der Missionsstation der Ellwanger Comboni-Missionare in Uganda. Das Team der Seegarten-Bäuerin Helene Dingler leistet Hilfe. (Foto: privat)
Johannes Müller

Wer die Ugandahilfe finanziell unterstützen will: Katholische Kirchengemeinde Königsbronn, Pater Gerner, Heidenheimer Volksbank IBAN 34 6329 0110 0034 1100 20, BIC: GENODES1HDH, e-mail: helene.dingler@gmx.de

In ihrem Herbstbrief schildert Helene Dingler, die Bäuerin vom Seegartenhof zwischen Oberkochen und Königsbronn, die aktuelle Notsituation in Uganda. Dort arbeiten drei Ellwanger Comboni-Missionare, die Helene Dingler mit ihrem Team schon seit vielen Jahren unterstützt.

Pater Josef Gerner, über 80 Jahre alt, leitet eine neue Großpfarrei mit fast 50 Außenstationen in dem ostafrikanischen Land. Hauptproblem ist die durch den ausgebliebenen Regen vertrocknete Ernte. Keine Einnahmen und somit kein Geld für die Familie, kein Schulgeld für die Kinder. Uganda hat 1,7 Millionen Flüchtlinge aus dem ehemaligen Kriegsgebiet Südsudan aufgenommen. Dadurch ist die Not noch verschärft.

In der Volksschule in Opit (Norduganda) wurden durch die Hilfe des Dingler-Teams einige Lehrerhäuser renoviert. Die Sekundarschule erhielt 40 Doppelbetten. Die Gemeinden in den Filialen drängen darauf, dass Kirchen, Schulen und Kindergärten gebaut werden. Die Ursache sei die Sinnsuche nach den Jahren des Krieges, schreibt Pater Gerner. Die Teilnahme der Gläubigen an den großen Gottesdiensten sei beeindruckend. Fast 500 Kinder konnten vor kurzem gefirmt werden.

50 Flüchtlinge aus dem Südsudan

Bruder Konrad Tremmel aus Gulu/Uganda berichtet von der Handwerkerschule, in der jetzt gerade die Prüfungen begonnen haben. Gute Prüfungsergebnisse seien die Voraussetzung für bessere Anstellungschancen in der lokalen Industrie. Auch grundlegende praktische Erfahrungen seien von enormer Wichtigkeit, um den technischen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu dienen die angeschlossenen Produktionswerkstätten der Schreinerei und Schlosserei.

Einige der Absolventen seien für die Weiterbildung in Universitäten eingeschrieben worden. Dort werden sie die nächsten zwei Jahre verbringen. An der Schule konnten 50 jugendliche Flüchtlinge aus dem Südsudan aufgenommen werden. Sie bekommen eine Ausbildung als Anlernkräfte. Für 2019 werden Diplomkurse eingeführt, wozu neue Einrichtungen, Klassenzimmer und qualifiziertes Fachpersonal benötigt werden. Bruder Konrad hofft auf finanzielle Hilfe vom Team Helene Dinglers aus dem Ostalbkreis und dem Kreis Heidenheim.

Bruder Bernhard Hengel arbeitet in einem Gebiet, in dem rund zwei Millionen Menschen leben und unter Hungersnot leiden. Am dringlichsten ist die Hilfe mit Nahrungsmitteln. Viele Kinder wurden von ihren Eltern getrennt und leben versteckt im Busch und in den ausgedehnten Nilsümpfen. In diese Gebiete kommen keine Hilfsorganisationen. „Unter größten Herausforderungen schaffen wir es, dorthin Hilfe zu bringen“, teilt Bruder Bernhard mit.

Wer die Ugandahilfe finanziell unterstützen will: Katholische Kirchengemeinde Königsbronn, Pater Gerner, Heidenheimer Volksbank IBAN 34 6329 0110 0034 1100 20, BIC: GENODES1HDH, e-mail: helene.dingler@gmx.de

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