Einblicke in eine technische Meisterleistung

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 Viele Besucher haben am Sonntag die Gelegenheit wahrgenommen, sich die Scheerermühle erklären zu lassen.
Viele Besucher haben am Sonntag die Gelegenheit wahrgenommen, sich die Scheerermühle erklären zu lassen. (Foto: Edwin Hügler)
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Die 142 Jahre alte Scheerermühle in Oberkochen ist eine technische Meisterleistung ihrer Zeit – kein Wunder, dass am Sonntag eine Führung im Rahmen des Mühlenfestes ein reges Interesse gefunden hat.

Der Vorsitzende des Mühlenvereins, Herbert Soutschek, erläuterte den Besuchern die Geschichte und die Funktionsweise der Mühlentechnik, die sich über vier Etagen erstreckt. Der Antrieb erfolgt über ein eisernes, acht Tonnen schweres Wasserrad. Das Herzstück der Mühle liegt im Erdgeschoss, wo sich vier Mahlgänge und ein zusätzlicher Doppelwalzenstuhl befinden. Eingeklemmt in die Mühle ist die frühere Müllerwohnung, durch die eine Antriebsachse und Schächte verlaufen. Zur Geschichte war zu erfahren, dass der Ziegelmacher Cas-par Scheerer 1862 die ursprünglich aus dem Jahr 1715 stammende Mühle gekauft hat. 1877 ließ er die Mühle, wie sie heute noch steht, erbauen. Seit fünf Jahren ist das denkmalgeschützte Bauwerk als Schaumühle in Betrieb. Das nächste Mal kann das technische Meisterwerk am 6. Oktober beim „Tag der offenen Mühle“ besichtigt werden.

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