Durch Corona droht Hungersnot in Uganda

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 Die Sekundarschule von Pater Josef Gerner in Uganda ist zum Isolierzentrum für Corona-Infizierte geworden geworden. Schlimmer a
Die Sekundarschule von Pater Josef Gerner in Uganda ist zum Isolierzentrum für Corona-Infizierte geworden geworden. Schlimmer als Covid-19 ist allerdings die durch die Pandemie verursachte Hungersnot in dem Land. (Foto: privat)
Johannes Müller

„Unsere geschlossene Sekundarschule ist zum Isolierzentrum für Corona-Infizierte geworden“, berichtet Pater Josef Gerner aus Uganda. 45 Personen, darunter vier Kinder, halten sich auf seiner Missionsstation auf und müssen täglich mit Essen versorgt werden. In der Corona-Krise drohe Hungersnot in dem ostafrikanischen Land. Der Freundeskreis „Uganda-Hilfe“ Helene Dinglers vom Seegartenhof Oberkochen/Königsbronn unterstützt den Comboni-Missionar nach Kräften.

Der 84-jährige Seelsorger, der seit Jahrzehnten in Uganda tätig ist, spricht von immer größeren Herausforderungen durch die Corona-Seuche. Viele Leute aus der Umgebung suchen Hilfe in seiner Pfarrei. „Die Menschen werden nicht an Corona sterben, sondern an den Folgen des Hungers“, befürchtet Pater Gerner. Trotzdem geht die Arbeit an den Projekten weiter, für die sich Helene Dinglers „Uganda-Hilfe“ einsetzt. In ihrem Frühlingsbrief schreibt sie, dass die neue Schwestern- und Hebammenschule des Sankt Joseph-Hospitals vor der Fertigstellung stehe. Es fehle nur noch ein Waschhaus. In der Mädchenschule Sankt Theresia in Kalongo seien die Renovierungsarbeiten der Klassenzimmer beendet und die Abrechnung liege bereit.

„Auch in den anderen Stationen, die wir unterstützen, hätte es viel zu erledigen gegeben, aber in der jetzigen Situation musste ich meine anstehende Ugandareise absagen“, teilt Helene Dingler mit, die sich seit vielen Jahren persönlich um die Projekte und Aktionen an Ort und Stelle kümmert. Auch die Frühlingsbasare, die der Freundeskreis in der Region Ostwürttemberg zur Spendengewinnung macht und die bereits gut vorbereitet waren, mussten abgesagt werden. Nicht nur Pater Gerner, sondern auch die ebenfalls in Uganda tätigen Comboni-Missionare Bruder Konrad Tremmel mit seiner Handwerkerschule, Bruder Elio vom Lacor Hospital Gulu, Bruder Günther Nährich vom Sankt Kizito-Hospital und Pamela Atim vom Sankt Hospital in Kitgum warten auf weitere Unterstützung.

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