Der Name ist ein besonderes Zeichen

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 Festpredigerin zum 50-jährigen Bestehen der Oberkochener Versöhnungskirche war die Ulmer Prälatin Gabriele Wulz (rechts), im Bi
Festpredigerin zum 50-jährigen Bestehen der Oberkochener Versöhnungskirche war die Ulmer Prälatin Gabriele Wulz (rechts), im Bild beim Einzug in die Kirche zum Festgottesdienst zusammen mit Pfarrer Ulrich Marstaller (links neben ihr). (Foto: Edwin Hügler)
Edwin Hügler

Mit einem festlichen Gottesdienst hat die evangelische Kirchengemeinde Oberkochen das 50-jährige Bestehen der Versöhnungskirche gefeiert. Dabei war an diesem zweiten Adventssonntag die Freude der Gläubigen deutlich zu spüren. „Wir sind heute beieinander als lebendige Gemeinschaft der Kinder Gottes“, sagte Pfarrer Ulrich Marstaller in seinen einführenden Worten.

Er freute sich darüber, dass die Kirche so voll war und sogar die Gesangbücher ausgegangen sind. Marstaller wünschte, dass die Menschen in der Versöhnungskirche immer Ruhe und die Nähe zu Gott finden. In dem inzwischen runderneuerten Gotteshaus sah er eine gute Basis für eine weiterhin lebendige Gemeinde. Mit den Worten „ Sehet auf und erhebt eure Herzen, denn der Erlöser naht“ ermutigte der Pfarrer die Gläubigen.

Versöhnung mit Gott

Die Ulmer Prälatin Gabriele Wulz hob in ihrer Predigt hervor, dass mit dem Namen Versöhnungskirche die Gründungsväter ein besonderes Zeichen gesetzt hätten. Dieser Name stehe für die Versöhnung der Menschen mit Gott. Der Glaube entstehe nicht aus dem Mangel, sondern aus dem Reichtum Gottes.

In ihren weiteren Ausführungen ging sie auf den Propheten Jesaja ein und betonte, dass dieser die Ankunft des Herrn verheißen habe. Damit sei das Ende von Gewalt und Ungerechtigkeit gekommen, die Zeit des „Fressens und Gefressenwerdens“ sei dann vorbei. Wulz forderte die Gläubigen dazu auf, dem Willen Gottes zu vertrauen und den Weg als befreite und versöhnte Menschen weiterzugehen.

Feine Klänge des Posaunenchores unter der Leitung von Christoph Kübler, Dorothee Schaub an der Orgel und die von Freude geprägten Lieder der Besucher wie „Macht hoch die Tür“ oder „Tochter Zion“ gaben dem Gottesdienst einen festlichen Glanz. Eingeführt wurde auch das neue Liederbuch „Wo wir dich loben“.

Stadt hilft bei Turmsanierung

Im Anschluss an den Gottesdient gab es einen Stehempfang im Christian-Hornberger-Saal. Dabei dankte Pfarrer Ulrich Marstaller besonders Martin Schaub und Gerd Reisinger für die Gestaltung der Festschrift zum Jubiläum der Versöhnungskirche. Waltraud Brezger von der Landessynode bezeichnete es als „sehr mutig“, 1968 das neue Gotteshaus errichtet zu haben.

Bürgermeister Peter Traub hatte eine besonders gute Nachricht für die evangelische Kirchengemeinde: Die Stadt Oberkochen übernimmt mit einem Zuschuss von 100 000 Euro die Hälfte der Kosten für die noch ausstehende Sanierung des Kirchturms der Versöhnungskirche. Dies habe der Gemeinderat beschlossen, sagte Traub und verwies darauf, dass auch die katholische Kirche einen Zuschuss in gleicher Höhe für die Renovierung der Maria-Schutz-Kapelle erhalte.

Der katholische Pfarrer Andreas Macho hob in seinem Grußwort den guten ökumenischen Geist in Oberkochen hervor. Es gebe ein unkompliziertes Miteinander. Der zweite Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderates, Gerd Reisinger, präsentierte in Quizform einen Streifzug durch die 50-jährige Geschichte der Versöhnungskirche. Jonas Schaub an der Geige und Kathrin Högele am Klavier umrahmten den Stehempfang mit klassischen Weisen.

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