Neulers Wehr leistet grundsolide Arbeit

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 Bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Neuler wurden 16 Mitglieder geehrt.
Bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Neuler wurden 16 Mitglieder geehrt. (Foto: Martin Bauch)
Martin Bauch
Freier Mitarbeiter

Für 30 Jahre Dienst wurde Anton Bolsinger geehrt. Das neue Feuerwehrehrenabzeichen in Bronze des Landes Baden-Württemberg für 15 Jahre Feuerwehrdienst erhielten Klaus Bieg, Jürgern Ernsperger, Rainer Fuchs, Jochen Heinzmann, Benjamin Ilg, Fabian Knecht, Thomas Krafft, Markus Krafft, Bernd Mack, Harald Pfitzer, Jochen Schips, Bernd Rehe, Harald Schüll und Steffen Weber.

Bei der Jahreshauptversammlung der Neulermer Feuerwehr sind die Themen Neubeschaffung des HLF 10 und die Einführung der digitalen Alarmierung im Fokus des Interesses gestanden. 14 Feuerwehrangehörige werden für 15 Jahre und mehr Feuerwehrdienst geehrt. Anton Bolsinger ist seit 30 Jahren im Dienst der Feuerwehr Neuler.

Feuerwehrkommandant Markus Barth sprach von einer eher unspektakulären Jahreshauptversammlung. Tatsächlich aber hat die Neulermer Wehr so einiges an Themen vorzuweisen. Ganz oben auf der Liste steht die Neubeschaffung des HLF 10, das das in die Jahre gekommene HLF 8 ablösen soll. Barth sprach von einem Quantensprung, schon wegen der Dimension des neuen Fahrzeugs. „Vom 7,5-Tonner auf einen Lkw aufzurüsten ist schon etwas anderes. Der Beschaffungsausschuss hat sich hier sehr engagiert und kompetent um ein gutes Fahrzeug-Konzept bemüht“, so Barth.

Noch hoffen Wehr und Gemeindeverwaltung auf eine Auftragsvergabe im Mai. Der große Planungsaufwand und eine Änderung im europaweiten Ausschreibungsrecht haben für Verzögerungen im Zeitplan gesorgt. „Aktuell stehen wir aber kurz vor der Veröffentlichung der Ausschreibung und hoffen noch auf die Einweihung des Fahrzeugs im Herbst 2020“, sagt Barth.

Umstellung von analoger auf digitale Alarmierung

Die Umstellung von analoger auf digitale Alarmierung wird noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Barth rechnet damit, dass die Bestellung der neuen Melder im nächsten Quartal erfolgt. Der Stückpreis für einen Melder wird auf circa 370 Euro geschätzt. Bei einer Einsatzstärke von 56 Feuerwehrleuten stellt die Finanzierung keinen unerheblichen Posten im Gemeindehaushalt dar.

Im vergangenen Jahr wurde die Wehr zu 14 Einsätzen gerufen. „Die Einsätze waren vielschichtig. Von besonders schweren Einsätzen blieben wir aber glücklicherweise verschont“, sagte Barth. 65 Prozent der Einsätze lagen zwischen 6 und 18 Uhr und betrafen zum Beispiel Ölspurbeseitigung, Bekämpfung eines Flächenbrands nach einem Stromleitungsabriss und auch einen Einsatz bei einem Verkehrsunfall. In den Jahren davor lag die Einsatzhäufigkeit im Schnitt bei zehn Einsätzen.

Schriftführerin Annika Lutz machte in ihrem Bericht noch eine weitere Rechnung auf. Lutz zählte die Einsatz-, Sonderübungs- und sonstigen Termine wie Verkehrsdienste oder Brandschutzerziehung an den Schulen und Kindergärten zusammen und kam dabei auf 83 Termine im Jahr oder, anders gerechnet, eineinhalb Termine in der Woche je Feuerwehrangehörigen. „Das ist eine beachtliche Zahl“, meinte auch Bürgermeisterin Sabine Heidrich, die zusammen mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Wolfgang Hörmann und Vertretern des Gemeinderats als Ehrengast da war. „Das wird auch von den Bürgern aus Neuler so gesehen, dass sie so viel Engagement in das Gemeindeleben einbringen“, lobte Heidrich.

Dank kommt auch von der DRK-Ortsgruppe

Im Anschluss richtete Hörmann noch Grußworte an die Versammlung und lobte ebenfalls die sehr gute Tagesverfügbarkeit der Feuerwehr in Neuler. Die DRK-Ortsgruppe Neuler bedankte sich bei Barth und seiner Wehr für die gute Zusammenarbeit.

Weitere Berichte folgten vom Jugendwart Manuel Lutz, Gerätewart Klaus Bieg, Atemschutzwart Harald Pfitzer, von der Altersabteilung mit ihrem Sprecher und Ehrenkommandanten Karl-Heinz Stegmaier und dem Kassier Siegmar Heinzmann. Im neu gewählten Ausschuss sitzen Anton Ernsperger, Martin Ilg, Markus Krafft, Martin Schill und Harald Schüll.

In seinem Schlusswort hob Barth nochmals die Stärken der Feuerwehr Neuler hervor. „Ich sehe unsere Feuerwehr weiter auf einem guten Weg. Die Einsatzabteilung ist zahlenmäßig stark aufgestellt, der Ausbildungsstand ist gut. Einen Mangel an Nachwuchs haben wir langfristig nicht zu befürchten. Mit 16 Jugendlichen fahren wir mit der Nachwuchsausbildung am obersten Leistungslimit. Das Engagement der Jugendlichen ist mehr als hervorragend. Alles in allem bin ich sehr zufrieden und stolz auf die Neulermer Wehr“, sagte Barth in seinem Resümee.

Für 30 Jahre Dienst wurde Anton Bolsinger geehrt. Das neue Feuerwehrehrenabzeichen in Bronze des Landes Baden-Württemberg für 15 Jahre Feuerwehrdienst erhielten Klaus Bieg, Jürgern Ernsperger, Rainer Fuchs, Jochen Heinzmann, Benjamin Ilg, Fabian Knecht, Thomas Krafft, Markus Krafft, Bernd Mack, Harald Pfitzer, Jochen Schips, Bernd Rehe, Harald Schüll und Steffen Weber.

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