Neulers Wasserturm wird saniert

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 Der Wasserturm bekommt eine neue Auskleidung.
Der Wasserturm bekommt eine neue Auskleidung. (Foto: Grunert)
Annika Grunert

Der Wasserturm Hardtbuck in Neuler erhält einen Edelstahlbehälter. Nach der Vorstellung verschiedener Sanierungsvarianten hat sich der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Mittwoch für eine Edelstahlauskleidung entschieden. Die Kostenschätzung beträgt 125 000 Euro plus Mehrwertsteuer.

Der Wasserturm Hardtbuck wurde zuletzt 1986 / 1987 saniert. Die Bausubstanz ist inzwischen 100 Jahre alt. Die Wasserkammer ist undicht und auch manche Teilbereiche der Rohrkellerhydraulik müssen erneuert werden. Für die Sanierung hat die Firma Ostalbwasser Ost drei Methoden überprüft, die Geschäftsführer Volker Engelhardt dem Gemeinderat präsentierte. Die Auskleidung mit Zementmörtel komme nicht infrage, weil die Gefahr neuer Risse bestehe, erklärte Engelhardt. Somit bliebe eine Elastomerbeschichtung oder eine Edelstahlauskleidung übrig.

Beide Varianten haben Vor- und Nachteile: Die Herstellungskosten bei der Elastomerbeschichtung seien günstiger und die Bauzeit sei kürzer. Dafür sei die Lebensdauer geringer (30 bis 40 Jahre), es seien eine teure Untergrundbearbeitung und aufwendige Anschlüsse der Verrohrung nötig. Außerdem seien Reparaturen schwer bis gar nicht möglich. Eine Auskleidung mit Edelstahl habe dagegen eine Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren. Der Reinigungsaufwand sei geringer, die Variante erfordere nur wenige Vorarbeiten. Weiter sei Edelstahl geschmacksneutral und setze keine Fremdstoffe ins Wasser ab. „Ein weiterer Vorteil ist, dass Reparaturen möglich sind. Wenn es mal ein Loch gibt, lässt sich das relativ problemlos mit einem neuen Blech beheben“, sagte Engelhardt.

Die Kostenschätzung für die Elastomervariante beläuft sich inklusive Nebenkosten auf 117 000 Euro, die für den Edelstahlbehälter auf 125 000 Euro. Der Haushaltsplan seht 125 000 Euro vor, die Mehrwertsteuer von 23 750 Euro muss überplanmäßig finanziert werden.

Das Gremium entschied sich einstimmig für die Edelstahlauskleidung. Die Firma Ostalbwasser Ost übernimmt die Ausschreibung. Es ist geplant, im Winter zu beginnen, weil nur wenige Firmen infrage kommen und diese schon belegt seien, wie Engelhardt erläuterte. Acht bis zehn Wochen soll der Wasserturm außer Betrieb sein. Die Wasserversorgung werde dadurch nicht beeinträchtigt.

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