Neulerner bekennen sich zu neuer Sporthalle

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Intensiv wurden bei der Bürgerversammlung in Neuler die Pläne für eine neue Sporthalle unter die Lupe genommen.
Intensiv wurden bei der Bürgerversammlung in Neuler die Pläne für eine neue Sporthalle unter die Lupe genommen. (Foto: Martin Bauch)
Martin Bauch

Rund 150 Bürgerinnen und Bürger haben sich an der Diskussion über die neue Sporthalle in Neuler beteiligt. Bürgermeisterin Sabine Heidrich stellte die aktuellen Pläne vor und forderte die Neulerner Bürgerschaft auf, sich mit Vorschlägen und Ideen an der Verwirklichung des großen Projekts zu beteiligen.

„Ich glaube, der Weg, den wir gehen wollen, ist eindeutig“, sagte die Bürgermeisterin während einer kleinen Pause bei der Bürgerversammlung. Als einziger Punkt stand die Information und Diskussion zur geplanten neuen Sporthalle auf der Tagesordnung. Seit 2014 beschäftigt sich die Verwaltung zusammen mit dem Gemeinderat ganz intensiv mit diesem Thema. Ausgangspunkt dieser Überlegungen war der chronische Mangel an Sportflächen in der Gemeinde. Die vorhandenen Kapazitäten in der Schlierbachhalle, dem Vereinszimmer sowie in der kleinen Halle des TV Neuler reichen bei weitem nicht mehr aus. Die fehlenden Flächen und Räume führten in einigen Abteilungen des TV Neuler bereits zum Aufnahmestopp von weiteren Mitgliedern. Die Fußballmannschaften mussten teilweise bereits in andere Hallen der umliegenden Gemeinden ausweichen. Kulturelle Veranstaltungen in der Schlierbachhalle verschärfen die Trainingssituation noch und führen zu weiteren Ausfällen.

Gutachten bestätigt Mangel

Bestätigt wurde diese Wahrnehmung und Situation noch durch ein 2016 in Auftrag gegebenes Gutachten zur „Analyse von Sportflächen der Gemeinde Neuler“ vom Institut für Kooperative Planung und Entwicklung von Sportentwicklung Stuttgart. Darin heißt es unter anderem: „Die derzeitige Sporthallenkapazitäten sind rechnerisch nicht ausreichend. Eine Erweiterung der Kapazitäten wird empfohlen.“

Zur Diskussion standen der Bau einer Kaltsporthalle oder einer klassischen Zwei-Feld-Halle. In Anbetracht der Kosten, von Standort und Nutzung entschied sich der Gemeinderat für eine konventionelle Zwei-Feld-Sporthalle. „Man wollte eine Halle in Neuler verwirklichen, unter dessen Dach alle Sportarten gute Trainingsbedingungen finden können“, sagte Bürgermeisterin Heidrich. Die bisherige Schlierbachhalle soll in einem späteren Schritt in eine Veranstaltungs- und Kulturhalle umgewandelt werden.

Architekt Mathis Tröster stellte noch einmal die Pläne für die neue Sporthalle vor. Dabei gibt es zwei Varianten, der Festplatz als Standort bleibt gesetzt. Während in der ersten Variante die gesamte Festplatzfläche für den Neubau benötigt wird, zeigt eine weitere aktuelle Planungsvariante einen ganz anderen Ansatz. In den neuen Plänen wird ein Teilabbruch der angrenzenden Brühlschule in Erwägung gezogen. Betroffen wäre der ältere Schulgebäudeteil aus dem Jahre 1969. „Ein Abbruch dieses Schulgebäudes wäre zu verschmerzen und würde den Schulbetrieb in keinster Weise nachteilig beeinflussen“, stellte Rektor Matthias Schimmel in seinem Resumee fest. „Ein Teilabbruch bedingt das Wegfallen des Computer- und Serverraums sowie der Toilettenanlagen. Diese Räumlichkeiten müssten in dem verbleibenden Schulgebäude geschaffen werden“, so Schimmel. Vorteil dieser Variante wäre, dass eine dringende, teure Sanierung dieses Gebäudeteils nun nicht mehr notwendig wäre. Die Kosteneinsparungen hierfür würden beinahe die Baukostensteigerungen beim Bau der neuen Halle kompensieren. Aktuell geht man von Kosten in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro aus.

Details sind noch zu klären

Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger bekannten sich auf der Bürgerversammlung klar zur neuen Sporthalle. Jetzt gilt es nur noch ein paar Details zu klären. Unter anderem ist eine Diskussion darüber entfacht, ob die neue Halle eine Zuschauergalerie benötigt oder nicht. Mit dieser Frage wird sich der Gemeinderat noch intensiv beschäftigen müssen. Ein weiterer Punkt, der die Bürgerschaft beschäftigt, ist der Zeitpunkt der Generalsanierung der bisherigen Schlierbachhalle. Während die Verwaltung hier – in Anbetracht der hohen finanziellen Belastung des Haushaltes – eine gemächliche Gangart präferiert, wünscht sich ein Teil der Bürgerschaft eine zügige Umsetzung des Vorhabens.

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