Die Nacht der Blasmusik wurde keinem zu lang

Lesedauer: 4 Min
Unter der Leitung von Erwin Schwichtenberg und mit dem Gesang von Julia Ohr und Rainer Schreckenhöfer stimmte der Musikverein Ne
Unter der Leitung von Erwin Schwichtenberg und mit dem Gesang von Julia Ohr und Rainer Schreckenhöfer stimmte der Musikverein Neuler die Zuhörer auf die warme Sommernacht ein. (Foto: Hermann Sorg)
Hermann Sorg

Der Musikverein Neuler muss einen Paten im Himmel haben: Zum dritten Mal hat er zu einer „langen Nacht der Blasmusik“ unter freiem Himmel eingeladen und nach 2014 und 2016 hatte er Petrus wieder auf seiner Seite: Am lauen Sommerabend im Freien, bei fallendem Tageslicht unter Bäumen mit bunten Lichterketten und ein freier Blick hinauf zum Halbrund des Innenhofes der Brühlschule Neuler, wo die Musik spielte.

Dazu das örtliche Bier vom Fass oder ein sommerlich leichter Tropfen vom lokalen Weinhändler und Köstliches aus der großen Gyros-Pfanne und vom Grill: Der Neulermer Musikverein präsentierte ein mehrstündiges Programm, das zu keiner Sekunde langweilig wurde.

Seine beiden Auftritte mit zunächst traditioneller und danach zeitgenössischer Unterhaltungsmusik garnierte er mit seiner Eigenzüchtung Ostalb-Brass, einem Bläserquintett mit Schlagzeug, und den Pfahlheimer Almdudlern, drei jungen Damen, die ihre Instrumente beherrschten und dazu noch gekonnt und mehrstimmig im Duett oder Terzett sangen.

Eingangs stimmte der Musikverein Neuler mit böhmischen Melodien, Marsch- und Polkamusik auf den Sommerabend ein. Unter der Leitung von Erwin Schwichtenberg und dem Gesang von Julia Ohr und Rainer Schreckenhöfer konnte man je nach Laune mitsingen oder zumindest mitsummen. Das setzte sich fort, als die drei Pfahlheimer Mädels Andrea Veile, Lena Stenzenberger und Maria Sturm, alias die „Almdudler“, die Bühne betraten.

„Prost Musi“

Und nachdem klar war, dass das Publikum auf den Zuruf „Prost Freunde“ mit dem Rückruf „Prost Musi“ zu antworten hatte, war der Bann gebrochen und gerne sang man mit beim „Steyraman san very good“ oder anderen Ohrwürmern. Höchst virtuos war dabei das Tenorhornspiel von Maria Sturm; kein Wunder, denn die junge Pfahlheimerin studiert dieses Musikinstrument in der Schweiz und man darf sich von ihr noch einiges erhoffen.

Die Ostalb-Brass rundete das Programm ab. Fünf Blechbläser und ein Schlagzeuger, sämtliche Mitglieder des großen Blasorchesters des Neulermer Musikvereins, spielten sich in die Herzen der begeisterten Zuhörer. Matthias Brenner (Tuba), Heinz Ilg und Edgar Schreckenhöfer (Trompeten), Erwin Schwichtenberg und Franz Stocker (Posaunen) sowie Daniel Bieg hinterm Schlagzeug entführten in die Welt des Musicals und zu alten Jazznummern wie den Tiger-Rag.

Eigener Klang

Der ganz eigene Klang der Blechblasinstrumente entstand, weil alle sechs Musiker zwar keine Jazzer, aber durchwegs langjährige Könner ihrer Instrumente sind. Insgesamt ein vergnüglicher Abend, bei dem man sich bei sehr guter Blasmusik und bester Bewirtung auch prächtig unterhalten und Freunde treffen konnte.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen