Beim Sauzuberrennen in Neuler paddeln die Teams um alles

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Martin Bauch
Freier Mitarbeiter

Herrliches Spätsommerwetter, milde Wassertemperaturen und jede Menge gut aufgelegtes Publikum: Das ist der Stoff, aus dem Sauzuberrennlegenden gemacht werden. Zehn Teams sind auf dem Griesweiher in Neuler an den Start gegangen – und auch wieder ins Ziel zurück gekommen.

Die eisernen Grundregeln beim Sauzuberrennen lauten: schneller als die Konkurrenz paddeln und nicht untergehen. Dann sind die Chancen, ins Finale der letzten vier zu kommen, nicht schlecht. Aber auch wenn es mit dem Meistertitel nicht klappen sollte, haben alle Teams noch die Chance den Preis für das beste Kostüm.

Zehn Teams haben sich in die Starterliste eingetragen. Am Freitag hatten sie die Möglichkeit, ein paar Trainingsrunde auf dem Griesweiher zu drehen, sagt Mitorganisator Lukas Finkbeiner. Damit die hölzernen Sautröge überhaupt schwimmen und nicht gleich mit Wasser volllaufen, werden sie einige Tage davor schon ins Wasser gelassen. Dann quillt das Holz auf und die Poren und Lücken werden dicht. Profis streuen noch etwas Asche darauf. Das versiegelt alles, weiß Finkbeiner. Damit die Chancengleichheit unter den Teams gewahrt bleibt, werden die hölzernen Tröge vom Organisationsteam beschafft und den Teams zur Verfügung gestellt. Beim ersten Rennen war noch alles erlaubt, was schwimmen konnte.

Gepaddelt wird in Zweiter-Teams hin und zurück

Die eigentlichen Wettkampfregeln sind einfach: Gepaddelt wird in Zweier-Teams, eine Strecke hin und zurück auf dem Griesweiher. Gestartet wird in drei Gruppen. Am anderen Ufer legen die Zuberfahrer eine vorgeschrieben Trinkpause ein. Gereicht wird Bier in Flaschen, oder ein anderes kohlensäurehaltiges Getränk, welches die „Piloten“ schnellst möglichst die Kehle hinunterrinnen lassen müssen. Dann geht es zurück zu Start und Ziel. Das erste Team einer Gruppe zieht ins Halbfinale ein. Die Verlierer gehen in die Trostrunde.

Am Ende blieben so vier Teams übrig, die sich einen packenden Finallauf lieferten. Geschmeidig wie Lianen und kraftvoll wie Urwaldelefanten erkämpften sich Tarzan und Jane das oberste Treppchen auf dem Siegerpodest, gefolgt von der Bau-AG 1 und den Vorjahressiegern, den „gelben Strohhüten“. Den Preis für das originellste Kostüm bekam das Team „Die schwäbischen Schotten“, die mit wilden Mähne und Bärten und den schottischen Kilts einen beeindruckenden Anblick boten.

Die mehr als 200 Zuschauer hatten einen Riesenspaß und feuerten ihr Favoriten-Team lauthals an. Die Bewirtung der Gäste im kleinen Festzelt übernahmen die Organisatoren vom Bauwagen des Todes persönlich.

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