Stadtkapelle und Liederkranz Neresheim überzeugen mit Werken alter Meister

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 Stadtkapelle Neresheim und Liederkranz Neresheim haben in der Stadtpfarrkirche mit Werken alter Meister aber auch zeitgenössisc
Stadtkapelle Neresheim und Liederkranz Neresheim haben in der Stadtpfarrkirche mit Werken alter Meister aber auch zeitgenössischen Stücken überzeugt. (Foto: Edwin Hügler)
Edwin Hügler

Mit Werken alter Meister wie Bach, Händel und Mendelssohn, aber auch mit zeitgenössischen Kompositionen haben die Stadtkapelle und der Liederkranz Neresheim den Besuchern bei ihrem Konzert in der voll besetzten Stadtpfarrkirche eine große Freude bereitet. Chor und Blasorchester präsentierten sich hoch konzentriert und überzeugten mit einem großen Einfühlungsvermögen in den Charakter der jeweiligen Melodien.

Der vierstimmige gemischte Chor unter der Leitung von Regina Baudenbacher erwies sich als homogener Klangkörper, der die verschiedenen Tempo- und Rhythmuswechsel gut beherrschte und sauber artikulierte. Die von Bernd Simon dirigierte Stadtkapelle ist für ihr hohes musikalisches Niveau bekannt. Auch bei diesem Konzert zogen die Musiker alle Register ihres Könnens und gefielen einmal mehr mit ihrer sinfonischen Klangfarbe.

Den Einstieg in das anspruchsvolle Programm machte die Jugendkapelle unter der Leitung von Verena Pappe mit der „Astro-Suite“ von Eric Swiggers. Die Nachwuchsmusiker zeigten sich dabei musikalisch auf der Höhe und ließen Jungfrau, Zwillinge, Fische und Schütze lebendig werden.

Der Liederkranz bot zunächst drei geistliche Lieder, die von Stefan Hahn-Dambacher an der Orgel begleitet wurden. Beim „Laudate Dominum“ und „Panis angelieus“ von Christopher Tambling wirkte der Chor sehr diszipliniert und harmonisch.“Gottes grenzenlose Liebe“ von Robert Jones weckte dann romantische Gefühle.

Die inspiriert agierende Stadtkapelle erfüllte zunächst bei „Prayer und Jubilation“ von James L. Hosey mit feierlichen Klängen den Kirchenraum. Einen anderen, nicht minder reizvollen Charakter hatten die melodiöse Orchestersuite „Air and Bourre´e“ von Johann Sebastian Bach, das romantische „Un poco Larghetto“ von Georg Friedrich Händel und die ruhig-fließende „Passacaille“ ebenfalls von Händel.

Beeindruckende Tongebilde boten die von Chor und Blasorchester gemeinsam dargeboten Stücke. Dem mächtigen „Hymn to Red October“ von Basil Poledouris, folgte das innige „O Haupt voll Blut und Wunden“ von Hans Leo Hassler. Dabei übte sich das Orchester in der gebotenen noblen Zurückhaltung. Ein wunderschöner Satz ist das „Ave verum“ von Camille Saint-Saens. Auch hierbei überzeugten Chor und Orchester mit einer fein abgestimmten Melodik. Nach dem „Hebe deine Augen“ aus dem Elias von Felix Mendelssohn setzte dann das mächtige „Hallelujah“ aus dem Messias von Händel den glanzvollen Schlusspunkt. Chor und Blasorchester brachten den vor Freude strahlenden Charakter dieser Komposition treffend zum Ausdruck und ließen auch in den rasanten Passagen und luftigen musikalischen Höhen keine Schwächen erkennen. Das Publikum belohnte mit stehendem Applaus alle an diesem Konzert beteiligten Sänger und Musiker für ihren inspirierten Auftritt.

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