Reinigungsleistung der Kläranlage ist gut

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Beim Abwasserzweckverband Härtsfeld ist Gerd Dannenmann nach 31 Jahren als Vorsitzender verabschiedet worden.
Beim Abwasserzweckverband Härtsfeld ist Gerd Dannenmann nach 31 Jahren als Vorsitzender verabschiedet worden. (Foto: WV)
Aalener Nachrichten

Thomas Häfele, Bürgermeister von Neresheim, ist bei der Versammlung des Abwasserzweckverbands Härtsfeld zum Verbandsvorsitzenden gewählt worden. Er folgt auch in diesem Amt auf seinen Vorgänger Gerd Dannenmann, der es über 31 Jahre lang ausgeübt hat.

Der stellvertretende Verbandsvorsitzende, Bürgermeister Alfons Jakl aus Dischingen, dankte Dannenmann für seinen großartigen Einsatz etwa beim Bau der Gruppenkläranlage, die 1993 in Betrieb ging. Im Nachhinein könne man mit Stolz sagen, dass es richtig war, sich für die Gruppenkläranlage zu entscheiden, auch die Erweiterung auf 25 000 Einwohner, Schlammfaulung und die Stromerzeugung aus einem Blockheizkraftwerk. Auch wenn nicht alles glatt gelaufen sei, habe man das 3,3-Millionen-Projekt zu einem guten Abschluss gebracht.

Der stellvertretende Verbandsvorsitzende Bürgermeister Jakl wurde einstimmig wiedergewählt. In seinem Jahresbericht führte er aus, dass die Ausschreibung für die Tiefbauarbeiten für ein Abwasserpumpwerk zum Anschluss von Ballmertshofen wegen Überteuerung aufgehoben werden musste. Die neue Ausschreibung über den Winter brachte ein annehmbares Ergebnis. Mit den Bauarbeiten wurde Anfang Juli begonnen.

Klärwärter Claus Weigel erläuterte, dass der vermehrt auftretende Schaum im Auslauf der Kläranlage nach eingehenden Untersuchungen für Fische nicht giftig und auf die Änderung der Prozesse zurückzuführen sei. Die Schwerpunkte im kommenden Jahr werden eine Sandwaschanlage und ein neuer Rechen sein. Auch eine kontinuierliche Phosphatmessung soll helfen, Betriebskosten zu sparen und den Phosphatwert besser einzuhalten.

Udo Bäuerle vom Ingenieurbüro Bäuerle nannte die Reinigungsleistung der Anlage gut bis sehr gut. Sie habe noch genügend Reserve für den Anschluss von Ballmertshofen, Katzenstein und Frickingen in den nächsten Jahren.

Verbandskassierer Friedrich Kilacsko, Dischingen, erläuterte die Jahresrechnung, bei der die laufenden Kosten um rund 341 000 Euro niedriger liegen als geplant. Der Schuldenstand liegt bei 2,3 Millionen Euro.

Haushaltsvolumen liegt deutlich unterm Vorjahr

In diesem Jahr liegt laut Geschäftsführer Martin Wenzel, Neresheim, das Volumen des Verwaltungshaushalts mit 1,4 Millionen Euro etwas niedriger als im Vorjahr. Der Vermögenshaushalt ist mit 618 000 Euro deutlich niedriger als der von 2017 mit rund einer Million Euro. Das sei darauf zurückzuführen, dass die Erweiterung der Gruppenkläranlage 2017 weitgehend abgeschlossen wurde.

Mehrkosten seien in Zukunft bei der Klärschlammentsorgung zu befürchten, da durch eine Verschärfung der Düngemittelverordnung eine landwirtschaftliche Ausbringung von Klärschlamm kaum mehr zulässig sei und nun viele Kläranlagenbetreiber Verbrennungskapazitäten in Braunkohle- und Kohlekraftwerken sowie in Zementfabriken nachfragen. Der Anschluss der Kläranlage Ballmertshofen werde in diesem Jahr mit einem Kostenaufwand von 330 000 Euro abgeschlossen. Der Planungsauftrag für den Anschluss von Katzenstein und Frickingen ist bereits erteilt. Im Oktober sollen Pläne und Kostenberechnungen vorliegen, damit mit dem Anschluss von Katzenstein vielleicht schon im Frühjahr 2019 begonnen werden kann.

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