Kreisjägermeister spricht von großen Herausforderungen

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 Das Jagdhornbläserkorps Aalen/Bopfingen umrahmte den Festgottesdienst in der Stadtpfarrkiche Neresheim.
Das Jagdhornbläserkorps Aalen/Bopfingen umrahmte den Festgottesdienst in der Stadtpfarrkiche Neresheim. (Foto: Hügler)
Edwin Hügler

Ausdruck des Zusammenhalts und eines guten Gemeinschaftsgeistes ist am Mittwoch die Hubertusfeier der Jägervereinigung Aalen in Neresheim gewesen.

Zunächst stand ein Gottesdienst in der voll besetzten Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt im Vordergrund. Dabei bezeichnete Pater Kurian Kizhakkemalil die Jäger als Menschen, die von der Liebe zur Natur geprägt seien. In seiner Predigt ging er auch auf den heiligen Hubertus ein, der im zehnten Jahrhundert gelebt und sich einige Jahre als Einsiedler ausschließlich von der Jagd ernährt habe. Später sei er nach Rom gegangen, wo er zum Priester geweiht worden sei.

So wie Hubertus sollten auch die Jäger den Glauben stets in den Vordergrund stellen. Der Gottesdienst wurde vom Jagdhornbläsercorps Aalen / Bopfingen unter der Leitung von Alfred Diemer musikalisch mitgestaltet.

Zur anschließenden Feier in der Härtsfeldhalle begrüßte der Vorsitzende des ausrichtenden Hegerings Bopfingen, Paul Miehlich, rund 250 Gäste. Er wertete den guten Besuch als Zeichen des guten Miteinanders in der Jägervereinigung Aalen.

Kreisjägermeister Michael Ott-Stopar forderte die Jäger dazu auf, „enger aneinder zu rücken“, denn es stünden große Herausforderungen bevor. Die Afrikanische Schweinepest stehe vor der Tür und die Jägerschaft müsse die Behörden bei der Bekämpfung unterstützen, sowohl bei der Suche nach Fallwild als auch bei der Kontrolle von Sperrgebieten. „Sie sehen: Wir Jäger sind gefragt bei der Unterstützung des öffentlichen Interesses“, sagte Ott-Stopar.

Doch es wehe auch ein rauer Wind gegen die Jägerschaft. So fahre zum Beispiel die Gruppierung zur Abschaffung der Jagd schwere Geschütze auf. Hier werde die Jagd als Nebenform menschlicher Geisteskrankheit bezeichnet. Jegliche Argumente für die Jagd würden verdreht und gegen die Jäger verwendet. Diese selbst ernannten „Gutmenschen“, so der Kreisjägermeister weiter, habe er noch nie bei der Kitzsuche vor der ersten Mahd oder beim Anlegen von Biotopen gesehen, geschweige denn bei der Beseitigung von Schwarzwildschäden auf landwirtschaftlichen Flächen.

Das Thema Wolf spaltet die Jägerschaft

Ein weiteres Thema, das die Jägerschaft beschäftige, sei der Wolf. Das Für und Wider über die Aufnahme dieses Tieres in das Jagdrecht spalte förmlich die Jägerschaft. „Die Frage, wie wir hiermit umgehen und ein für beide Seiten positives Wolfsmanagement akzeptieren, hängt mitunter auch davon ab, wie stark wir gemeinsam auftreten“, betonte der Kreisjägermeister. Er appellierte außerdem an die Jäger, in der Öffentlichkeit mit Fingerspitzengefühl aufzutreten.

14 neue Jungjäger konnten bei der Feier ihre Jagdscheine entgegennehmen. Im einzelnen waren dies Jasmin Höffner, Thomas Rupp, Helmut Eberling, Werner Funk, Pierre-Maurice Gehm, Sebastian Gehm, Ewald Grubauer, Rita Grubauer, Daniel Rau, Tobias Rembold, Winfried Rembold, Sebastian Riedel, Benjamin Schmid und Viktor Strecker.

Im geselligen Teil des Abends sorgte zunächst der von Regina Baudenbacher dirigierte Chor „Sing Mix“ des Liederkranzes Neresheim unter anderem mit alpenländischen Weisen für Unterhaltung. Das Neresheimer Ensemble Brasstissimo unter der Leitung von Steffen Huber präsentierte feierliche Klänge, genauso wie das Jagdhornbläserensemble Aalen / Bopfingen. Die Partyband Schorschi und Mario animierte ein ums andere Mal zum Tanzen.

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